Zu schnell und ohne Fahrerlaubnis unterwegs: Lüner gab sich ahnungslos

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Dass ein Lüner seinen Führerschein abgeben musste, hat ihn am Autofahren nicht gehindert. Das brachte ihn vor Gericht. Dort gab er sich zunächst ahnungslos. Eine Strafe gab es trotzdem.

von Jana Peuckert

Lünen

, 28.09.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Immer wieder war ein Mann aus Lünen zu schnell gefahren. Im Juni 2018 wurde ihm deshalb die Fahrerlaubnis entzogen. Vom Fahren hielt das den Mann aber nicht ab. Am 10. Juli vergangenen Jahres befuhr er mit einem Lkw die Jägerstraße in Lünen und beschädigte den Spiegel eines anderen Fahrzeugs. Die Polizei stellte fest, dass die Lkw-Fahrerlaubnis abgelaufen war und zudem die generelle Fahrerlaubnis fehlte. Am 22. Januar setzte sich der 57-Jährige abermals hinters Steuer und wurde auf der A1 mit seinem Pkw geblitzt.

Richterin nahm Unwissenheit nicht ab

Wegen dieser Vorfälle musste sich der Mann im Amtsgericht Lünen verantworten. Dort versuchte er zunächst, vorzugeben, er habe nicht gewusst, dass er nicht hätte fahren dürfen. Die Vorsitzender nahm dem Mann dessen Unwissenheit nicht ab. Schließlich war er am 27. März vergangenen Jahres vom Amtsgericht Lüdenscheid schon einmal wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis verurteilt worden. „Sie wussten ganz genau, dass sie nicht fahren durften“, fühlte die Richterin dem Angeklagten noch einmal auf den Zahn. „Ja, das stimmt“, knickte der 57-Jährige schließlich ein. Der Prozess endete mit einer Geldstrafe von 1500 Euro und einem Jahr Sperre zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis.

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