Zwei weitere Kita-Gruppen für kleinere Kinder geplant

rnAusschuss stimmte zu

187 Betreuungsplätze für Kinder unter und über drei Jahren fehlen in Lünen. Eine Idee, um das Problem zu lösen, könnten Räume in Modulbauweise sein.

Lünen

, 23.01.2019, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum Stichtag 17. Dezember 2018 fehlten in Lünen 65 Plätze für Kinder über drei Jahren und sogar 122 Plätze für Kinder unter drei Jahren. Die Verwaltung, so die zuständige Abteilungsleiterin Kornelia Müller am Dienstagabend im Jugendhilfeausschuss, hatte drei verschiedene Möglichkeiten geprüft, weitere Plätze anzubieten. Ein Gebäude an der Querstraße fiel schnell aus der Liste, weil die Bausubstanz dort sehr marode sei. Auch ein Gebäude an der Bahnstraße sei sehr alt und die Toiletten befänden sich außerhalb der Räumlichkeiten: „Das hätte einen sehr aufwendigen Umbau bedeutet.“

40 Plätze für jüngere Kinder

Die Lösung soll nun die Miete von Modulen sein, in denen zwei Kita-Gruppen der Gruppenform 1 für kleinere Kinder untergebracht werden können. Das wären 40 Plätze. Müller: „Diese Modulbauweise ist eine sehr kindgerechte Lösung, damit sind wir räumlich und zeitlich flexibel.“ Ziel sei es, diese Module in der Nachbarschaft einer bestehenden Kita zu stellen, die über ein entsprechend großes Grundstück verfügt.

In der Vorweihnachtszeit habe man leider kein konkretes Preis-Angebot von Firmen bekommen. Deshalb legte die Verwaltung dem Ausschuss ein Angebot vor, das aus dem März 2018 stammt. Für 2019 würden das Kosten in Höhe von 321.250 Euro bedeuten, die in den Haushalt eingestellt werden müssten. Dazu kämen noch Herrichtungskosten für die Modulbauweise. Der Jugendhilfeausschuss stimmte der Vorlage einstimmig zu.

„Es wird noch deutlich mehr Kita-Plätze geben“

Fachdezernent Ludger Trepper bat die Lüner Eltern um Geduld. „Das Aufnahmeverfahren für das neue Kita-Jahr läuft noch. Es sind noch nicht alle Plätze vergeben.“ Geplant sind zudem weitere zusätzliche Angebote. Noch wisse man nicht, wie weit Bedarf und Angebote auseinander klaffen.

60 Plätze in Beckinghausen und 25 Plätze in Gahmen seien noch nicht vergeben. Weil es zurzeit noch keine verbindlichen Ansprechpersonen gibt. Auch mögliche Überbelegungen seien noch nicht verplant. Trepper versicherte: „Es wird noch deutlich mehr Plätze geben.“ Und auch erst, wenn diese Kita-Plätze alle vergeben sind, wisse man, wie viele freie Plätze in der Tagespflege zur Verfügung stünden.

Bund bewilligt Mittel für „Kita Plus“

Gute Nachrichten hatte Kornelia Müller in Sachen Kita-Plus. Für die beteiligten sechs städtischen Kitas, die in dem Projekt ihre Öffnungszeiten deutlich erweitert haben, wurden erneut Bundesmittel beantragt. Kornelia Müller: „Fünf Anträge sind mittlerweile bewilligt worden, ein Antrag ist noch in Bearbeitung. Wir gehen davon aus, dass es auch da weitergeht.“ Die Mittel werden jeweils für Kalenderjahre zur Verfügung gestellt, Bis Ende 2019 bekommt die Stadt für „Kita Plus“ mehr als 500.000 Euro an Bundesmitteln.

Lesen Sie jetzt