Vor der Bank in Bocholt finden gerade Kanalarbeiten statt. © Sebastian Renzel
Kanalarbeiten vor dem Geldinstitut

Bagger kappt Datenleitung: Kein Überfall auf Deutsche Bank in Bocholt

Bei den Kanalarbeiten vor der Deutschen Bank hat ein Baggerfahrer am Dienstagvormittag aus Versehen die Telekom-Hauptdatenleitung des Geldinstituts durchtrennt.

„Das ist zwar ärgerlich, aber die Beeinträchtigungen sind nicht so gravierend. Wir können fast normal vor Ort arbeiten“, sagte Filialleiter Oliver Küppers auf Anfrage unserer Zeitung. Die Filiale habe nicht geschlossen werden müssen. „Lediglich bei der Bargeldversorgung gab es Einschränkungen“, so Küppers weiter.

Ausweichen auf Homeoffice-Technik

Die Bank habe die Erfahrungen nutzen können, die sie durch die Corona-Krise gemacht habe. „Wir sind durch die Corona-Krise Homeoffice geschult und arbeiten jetzt hier quasi mit Homeoffice-Technik.“ Wann der Schaden behoben werden konnte, stand zunächst nicht fest. „Die Telekom hat aber versprochen, das hoch zu priorisieren“, sagt Küppers. Wenige Stunden später konnte Küppers auch schon Entwarnung geben. „Die Telekom hat den Schaden bereits behoben“, sagte Küppers.

Vernebelung war geplanter Probealarm

Dass es im Vorraum am Dienstagvormittag auch stark gequalmt hat, habe nichts mit der Kabeldurchtrennung zu tun, versicherte der Filialleiter. „Unsere Geldautomaten wurden aus Sicherheitsgründen mit einer Vernebelungsanlage ausgestattet. Das war ein geplanter Probealarm.“

Der Hintergrund: Die Zahl der Geldautomatensprengungen in Nordrhein-Westfalen hat in den letzten Monaten drastisch zugenommen. Erst am Dienstag haben Unbekannte in einer Tankstelle in Vreden einen Geldautomaten gesprengt. Die Täter sind auf der Flucht.

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