Wirtschaft

Borken soll stationäre Wasserstoff-Tankstelle bekommen

In Borken wird eine Wasserstoff-Tankstelle geplant. Dazu soll eine Betreiber-Gesellschaft gegründet werden. Zu den Akteuren gehören neben Verbänden und Behörden auch einige Unternehmer.
Der klimaneutrale grüne Wasserstoff wird mit Hilfe erneuerbarer Energien aus Wasser hergestellt. Das ist auch Ziel des Borkener Projektes. © brudertack69 - stock.adobe.com

Es ist ein schmuckloser Container, den die Westfalen AG in Münster präsentiert hat. Umso wertvoller ist der Inhalt: Rund 600.000 Euro soll die mobile Wasserstofftankstelle kosten. Das ist viel Geld, aber laut Hersteller nur ein Viertel der Kosten, die eine stationäre Wasserstofftankstelle verursacht. Ist so ein transportables Modell also eine Lösung für Borken, wo ja bekanntlich auch bald eine Wasserstofftankstelle gebaut werden soll?

Mit einem klaren „Nein“ beantwortet Andreas Brill diese Frage. Der Geschäftsführer des Verbandes „Aktive Unternehmen im Westmünsterland“ gehört zu dem Zusammenschluss von Akteuren, die das Projekt Wasserstofftankstelle in Borken voranbringen. Eine mobile Wasserstofftankstelle sei eher für kleine Einheiten geeignet, zum Beispiel für einzelne Unternehmen, die einige wenige Fahrzeuge von Verbrennermotoren auf Brennstoffzellen umstellen möchten.

Mobile Tankstelle reicht nicht aus

In Borken werde das Projekt aber einen größeren Umfang haben, so Brill. „Wir planen mit einer erheblichen Anzahl an Fahrzeugen.“ Dafür reiche es nicht aus, wenn zeitweise eine mobile Wasserstofftankstelle vor Ort ist. Eine stationäre Anlage soll es also werden. Der Standort dafür steht zwar noch nicht genau fest, aber es läuft wohl auf den Randbereich des Borkener Stadtgebietes hinaus. Drei mögliche Standorte werden derzeit geprüft. Einer davon ist der Hendrik-de-Wynen-Gewerbepark.

Drei mögliche Standorte

Einer der nächsten Schritte ist die Gründung einer Betreiber-Gesellschaft. Zu den Akteuren gehören neben Verbänden und Behörden auch einige Unternehmer. Die Gesellschaft soll dann auch Fördermittel beantragen. Brill geht davon aus, dass das Projekt bis Ende nächsten Jahres realisiert werden kann. Wahrscheinlich wird es dann aber nicht sofort grünen Wasserstoff in Borken geben.

Der klimaneutrale grüne Wasserstoff wird mit Hilfe erneuerbarer Energien aus Wasser hergestellt. Das ist auch Ziel des Borkener Projektes. Zu Beginn könnte es aber vorübergehend Wasserstoff geben, der aus Erdgas gewonnen wird.