Die Niederlande verschärfen die Corona-Regeln deutlich. © picture alliance / Friso Gentsch/dpa
Niederlande

Coronavirus: Jenseits der Grenze ist die 1000er-Marke bereits gefallen

Die Corona-Infektionszahlen steigen im Kreis Borken immer weiter an. Auch die Nachbarn in den Niederlanden haben mit einem explosionsartig zunehmenden Infektionsgeschehen zu kämpfen.

Allerorten steigen die Sieben-Tage-Inzidenzen und auch der Kreis Borken steuert mittlerweile auf die 200er-Marke zu. Mit 196,6 lag der Wert, der die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche beschreibt, am Donnerstag nur knapp unter diesem Wert.

Allein am Mittwoch wurden kreisweit 171 Neuinfektionen gezählt. Die aktuelle Zahl der behördlich bekannten Covid-19-Fälle lag bei 1210. Die beiden letzteren Werte bedeuten einen neuen Höchststand.

Doentichem liegt über 1000

Von der 200er-Marke sind eine Reihe von Städten und Gemeinden auf der anderen Seite der deutsch-niederländischen Grenze mittlerweile schon weit entfernt. Winterswijk etwa meldete am Donnerstag eine Inzidenz von 675,6, Enschede 504,0, Aalten 601,1 und das etwas weiter westlich gelegene Doetinchem sogar 1065,4.

Der Kreis Borken rät angesichts der hohen Inzidenz-Werte von Reisen in die benachbarten Niederlande ab: „Es gilt weiterhin unsere dringende Empfehlung, die Schutzregeln zu beachten und Schnelltests vorzunehmen. Von nicht erforderlichen Fahrten – zum Beispiel in die Niederlande – sollte möglichst abgesehen werden“, sagt Kreissprecher Karlheinz Gördes.

Dabei ist die Entwicklung der niederländischen Nachbarkommunen besonders bemerkenswert: Denn vor gerade einmal zwei Wochen lag die Inzidenz in Aalten beispielsweise bei 70. Innerhalb dieser Zeit hat sich der Wert mehr als versiebenfacht.

Intensivstationen laufen voll

Auch die Intensivstationen auf niederländischer Seite laufen zunehmend voll: In Doetinchem und Winterswijk mussten in den vergangenen Wochen bereits Operationen verschoben werden. Seit eineinhalb Wochen gilt in den Niederlanden wieder eine Maskenpflicht in Geschäften.

Im Kreis Borken wurden am Donnerstag 38 Covid-19-Patienten stationär behandelt, darunter waren neun, die so krank sind, dass sie auf einer Intensivstation liegen.

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