Vor allem wegen der Coronakrise sind die Steuereinnahmen in einigen Kommunen deutlich gesunken. Kreisweit kamen nur noch rund 500.000 Euro Vergnügungssteuer zusammen. © dpa
Gemeindefinanzen

Einnahmen durch Vergnügungssteuer brechen in einigen Kommunen weg

Vor allem wegen der Coronakrise sind die Vergnügungssteuereinnahmen in einigen Kommunen gesunken. Kreisweit kamen nur noch rund 500.000 Euro zusammen. Der Trend in Stadtlohn war gegenläufig.

Das Leben ist nicht immer vergnügungssteuerpflichtig. Am wenigsten vergnügungssteuerpflichtig ist es derzeit offenbar in Heiden, Heek, Schöppingen und Vreden. Diesen Eindruck vermittelt eine vom Landesamt IT NRW veröffentlichte Statistik. Das Zahlenwerk weist für die genannten Gemeinden im zweiten Quartal 2020 Einnahmen aus der Vergnügungsteuer von jeweils weniger als tausend Euro aus.

In Heiden, so die Statistik, kam sogar kein einziger Euro aus dem Betrieb von Geldspiel- und Unterhaltungsgeräten, aus Einnahmen von Tanzveranstaltungen, speziellen Filmvorführungen sowie Veranstaltungen von Sex- und Erotikmessen in die Gemeindekasse. Solche Veranstaltungen gehören unter anderem zu den Einnahmequellen der Vergnügungssteuer, die von den Kommunen erhoben wird und deren Erlös ausschließlich in die Kasse der Kommunen fließt.

Gronau verzeichnete die höchsten Einnahmen

Insgesamt nahmen die 17 Kommunen im Kreis von April bis Juni coronabedingt nur 503.000 Euro Vergnügungssteuer ein. Das waren fast 60 Prozent weniger als im ersten Quartal. Mit deutlichem Abstand führt Gronau die Liste der 17 Kommunen aus dem Kreis Borken an: Hier kamen trotz Corona immer noch 157.377 Euro in den Stadtsäckel.

Auch in Isselburg, Raesfeld und Stadtlohn wurde trotz Corona gespielt. Hier lagen die Steuereinnahmen im zweiten Quartal sogar über denen des Vergleichzeitraumes 2019.

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