So berichtet die Tageszeitung Tubantia über den Meteoriten, der in Rekken landete. Jans Klein Gebbink mit dem besonderen Stein, der neben ihm auf der Wiese gelandet ist. Neben ihm seine Schwester Jula. © Screenshot MLZ
Meteorit

Ist ein Meteorit aus dem Weltraum in Rekken gelandet?

Der neunjährige Jans Klein Gebbink aus dem niederländischen Rekken spielt Fußball neben einem Spielplatz, als er einen Knall hört. Ein brauner Brocken ist neben ihm niedergegangen. Ein Meteorit?

Ein Meteorit könnte im niederländischen Grenzort Rekken gelandet sein. Das berichtet die Tageszeitung Tubantia. Jans Klein Gebbink (9) hat den braunen Klumpen zufällig gefunden, nachdem er in seiner Nähe eingeschlagen war. Kurz vorher hatte sein Bruder Siem (11) auf dem Spielplatz, der neben dem Bauernhof der Klein Gebbinks am Slemphutterweg liegt, noch das Gras gemäht.

Jans übte auf dem Rasen gerade das Dribbeln mit dem Fußball, als er einen Knall hörte. Beim Dribbeln prallte der Ball plötzlich von irgendetwas ab. „Und dann sah ich ihn da liegen“, sagte der Neunjährige gegenüber der niederländischen Tageszeitung. Ein Klumpen aus rauem, braunem Stein lag dort im Gras zu seinen Füßen, berichtet die Tubantia.

Familie ist verblüfft

Er entschied sich, den Stein mit nach Hause zu nehmen und ihn seinen Eltern Martijn und Mascha zu zeigen. Vater und Mutter sahen sich den Brocken an. Auch seinem Bruder Siem und der kleinen Schwester Jula (6) kam das Ganze sehr seltsam vor, wie die Tubantia weiter berichtet.

Insbesondere, da Siem kurz zuvor noch mit dem Rasenmäher auf dem Gelände unterwegs gewesen war. „Und wenn er so etwas unter den Mäher bekommen hätte, wäre die Klinge zerbrochen“, sind sich die Eltern sicher.

Meteoriten-Meldestelle

„Papa hat Meteoriten gegoogelt“, sagte Jans. „Wenn man sich Bilder von Meteoriten ansieht, sehen dieses genau so aus.“ Die Familie telefonierte sogleich mit der Hotline eines Meteoriten-Dokumentationszentrums. „Wir warten aber noch immer auf einen Rückruf“, so Mascha Klein Gebbink gegenüber der Tageszeitung. Das sei eine Hotline, die nicht ständig besetzt ist.

Der Brocken ist aus Stein, schwer und recht kompakt. Er wiegt 616 Gramm und ist nicht magnetisch. Eine Besonderheit, denn viele Meteoriten sind in der Tat magnetisch, wenn man der Internetseite einer niederländischen Meteoren-Arbeitsgruppe Glauben schenken darf.

Jedoch empfehlen die Verantwortlichen auch, erst einmal nach einer wahrscheinlicheren Ursache für einen herabgestürzten Gesteinsbrocken zu suchen. Ein Meteorit gehöre für die Experten zu den eher unwahrscheinlichen Optionen, berichtet die Tubantia.

Oft würden Laien Hochofenschlacke mit Gestein aus dem Weltall verwechseln. Der Brocken, den Jans Klein Gebbink jedoch gefunden hat, ist verwittert und völlig frei von Gasblasen. Außerdem fragt sich die Familie, von wo aus jemand den schweren Stein auf die Rasenfläche geworfen haben sollte.

Meteorit Nummer sieben?

In den vergangenen 200 Jahren sind in den Niederlanden sechs Meteoriten gefunden worden. Könnte es sein, dass Jans Entdeckung in Rekken die Nummer sieben ist?

Alle bisher entdeckten Meteoriten seien nach ihrem Fundort benannt worden: Uden, Utrecht, Glanerbrug, Broek in Waterland, Diepenveen und Ellemeet, heißt es abschließend bei der Tubantia.