Mehr als 2000 Besucher kamen zum Kürbisfest. © Ann-Theres Langert
Kürbisfest Bocholt

Kürbisfest auf Hof Slütter mit 2000 Besuchern- aber ohne Kürbiswiegen

Das Kürbisfest auf Hof Slütter stößt nach der Corona-Pause im letzten Jahr auf große Resonanz. Mehr als 2000 Besucher waren nach Holtwick gekommen. Das traditionelle Kürbiswiegen musste ausfallen.

Mehr als gut ist das Kürbisfest des Hofs Slütter angenommen worden, das nach einem Jahr Pause nun mit einigen Auflagen wieder stattfinden konnte.

Viel Handwerk und Kulinarik

Auf weitläufigem Gelände und mit Eingangskontrollen zur 3G-Regelung nutzten viele das sonnige Wetter, um den Hof einen Besuch abzustatten. Neben viel Kürbisdeko und der Möglichkeit, die Kürbisse auch zu kaufen, gab es dazu viele Stände mit Essen oder handwerklichen Angeboten.

So konnten neben Marmelade oder Honig auch Holzarbeiten oder kleine Hufeisen von einem Schmied gekauft werden. Für die kleinen Besucher gab es Spielmöglichkeiten im Stroh oder auf Trampolinen. Dazu bot der Falknerei-Betrieb „De Valkenhof“ zu drei verschiedenen Uhrzeiten Greifvogelvorführungen für die Besucher an.

Kürbiswiegen fällt aus

Ausfallen musste dagegen in diesem Jahr das traditionelle Kürbiswiegen. „Es hat sich leider keiner gemeldet“, berichtete Josef Slütter. Ein Grund dafür könne das nasse Wetter gewesen sein. „Die Kürbisse sind bei dem starken Regen abgesoffen“, erklärte er. Entweder seien die Kürbisse überhaupt nicht groß geworden oder die, die groß geworden seien, seien dann von innen verfault und fielen auseinander, sobald man versuche, sie zu bewegen. Auch sie selbst hätten in diesem Jahr keine großen Kürbisse gehabt, die sich zu wiegen gelohnt hätten, so Slütter weiter.

Mehr Organisationsaufwand als gewöhnlich

Über das Wochenende verteilt seien mehr als 2000 Besucher da gewesen, schätzte Slütter. Damit überall entsprechende Abstände eingehalten werden konnten, waren die Stände auf eine größere Fläche verteilt worden. Der erste Tag und der Sonntagmorgen seien etwas stressig gewesen, berichtete er. So eine Aktion sei schon wieder etwas Neues nach einem Jahr Pause.

„Die Routine ist nicht mehr so drin“, fand er. Dazu sei es schwieriger gewesen, Helfer zu bekommen. Dadurch sei der Aufwand höher gewesen als sonst. „Vor sechs Wochen wussten wir noch gar nicht, ob so eine Veranstaltung möglich ist.“ So hätten sich auch ganz kurzfristig noch Stände gemeldet, während andere, die jahrelang dabei gewesen waren, aufgrund der Corona-Pandemie aufgeben mussten.

Veranstalter und Besucher zufrieden

Der Aufwand habe sich aber gelohnt, fand Slütter, gerade, weil das Wetter so gut mitspiele. „Die Leute sind einfach zufrieden“, zeigte sich auch Slütter über die Resonanz glücklich. „Schönes Wetter, sehr ansprechend gestaltet, sehr familiär“, zählten beispielsweise Stefan und Martina Hetkamp auf, was ihnen an dem Kürbisfest gut gefallen hat. Sie seien schon häufiger bei der Veranstaltung gewesen, auch die Falknershow habe ihnen gut gefallen. Außerdem fühlten sie sich auf dem großen Gelände unter freiem Himmel sehr sicher.

Tolle Atmosphäre

Jens und Daniela Immke waren zum ersten Mal beim Kürbisfest auf dem Hof Slütter. Im Internet seien sie darauf aufmerksam geworden, erzählten die beiden. Insbesondere gefalle ihnen die gute Atmosphäre, doch auch die Preise stimmten, befanden sie.