105-Meter-Hochhaus könnte in drei Jahren stehen

Stadtturm sucht Mieter

In drei Jahren könnte der Bochumer Stadtturm stehen. Er wäre dann mit 105 Metern Bochums höchstes Gebäude. Was fehlt sind Mieter. Ein Interessent scheint nun in Aussicht. Mit seiner Zusage wäre das Projekt gesichert. Von Verhandlungen will Projektentwickler Dr. Thomas Durchlaub aber noch nicht sprechen.

BOCHUM

von Von Sebastian Ritscher

, 12.11.2013, 06:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Direkt neben dem Bahnhof und gegenüber vom Europahaus könnte der Bochumer Stadtturm mit 105 Metern in den Himmel ragen. Noch steht dort das Parkhaus P 7. Das müsste dem Hochhaus weichen. Innerhalb von drei Jahren könnte es stehen, wenn sich schnell Mieter finden.

Direkt neben dem Bahnhof und gegenüber vom Europahaus könnte der Bochumer Stadtturm mit 105 Metern in den Himmel ragen. Noch steht dort das Parkhaus P 7. Das müsste dem Hochhaus weichen. Innerhalb von drei Jahren könnte es stehen, wenn sich schnell Mieter finden.

Parkhaus muss weichen
Der Stadtturm soll direkt neben dem Hauptbahnhof und gegenüber vom Europahaus entstehen. Dort steht bislang das Parkhaus P 8, das abgerissen werden müsste. Die Pläne des Berliner Architekten Gerhard Spangenberg, der auch für das Exzenterhaus verantwortlich zeichnte, sehen aber auch einen Neubau des Parkhauses vor. Auf 105 Meter soll es das Hochhaus mit 28 Geschossen bringen. Die Bruttogeschossfläche liegt laut Entwurf bei 26 000 Quadratmetern. Das neue Parkhaus soll 480 Plätze haben und direkt mit den Gleisen verbunden sein.

Ein positiver Bescheid wäre für Durchlaub ein Glücksfall. Eigentlich hat er mit zwei bis drei Mietern kalkuliert, die jeweils etwa 6000 der insgesamt 20.000 Quadratmeter Bürofläche nutzen würden. Die Suche würde sich verkürzen. Der unbekannte Konzern interessiert sich für 16.000 Quadratmeter. Festgelegt ist Durchlaub aber nicht auf den Großmieter. Er könnte sich in dem Wolkenkratzer neben dem Bahnhof auch die Ruhr-Universität oder andere Bochumer Hochschulen vorstellen. Auch medizinische Einrichtungen wären möglich – ebenfalls ein kleines Hotel, ein Restaurant oder Wohnungen. „Ich habe auch schon Anfragen zu Penthaus-Wohnungen“, so Durchlaub. Allerdings müsse erst ein großer Teil der Büroflächen vermietet werden, bevor er Zusagen erteilen kann.

„Zu 90 Prozent sollte das Gebäude schon vermietet sein, bevor es jetzt weiter geht“, sagt der Projektentwickler. Sonst würde es mit der Investorensuche für das Mammut-Projekt schwierig. Und die sind nötig: „Der Stadtturm wird circa 80 bis 90 Millionen Euro kosten“, sagt Durchlaub. Jetzt geht es um potenzielle Mieter. Im vergangenen Jahr hat die Stadtturm Bochum GmbH schon vieles in die Wege geleitet. „Wir haben zum Beispiel alles untersucht, was zur Feststellung des Bebauungsplanes notwendig ist“, so Durchlaub. Die Feststellung würde etwa ein Jahr in Anspruch nehmen. Sollten Investoren gefunden werden, dann würden parallel zum Feststellungsverfahren die Vorbereitungen und die Planung für die Baugenehmigung laufen. Gespräche mit der Stadt hat Durchlaub schon viele geführt. „Ich habe eine Runde mit allen Stellen der Verwaltung durchlaufen.“ Das sind laut Durchlaub etwa 30.

Die Gespräche liefen gut. Der Bebauungsplan ist bis zur Offenlegung gegangen“, sagt Stadtbaurat Ernst Kratzsch. Bedenken habe es bei dieser nur wenig gegeben. „Das war für uns Anlass, das weiter auszuarbeiten“, so Kratzsch. „Aus unserer Sicht spricht nichts gegen das Projekt.“ Nun muss Durchlaub Werbung machen. „Wir müssen nicht nur Mieter akquirieren, sondern auch Werbung für den Standort Bochum machen.“  

Parkhaus muss weichen
Der Stadtturm soll direkt neben dem Hauptbahnhof und gegenüber vom Europahaus entstehen. Dort steht bislang das Parkhaus P 8, das abgerissen werden müsste. Die Pläne des Berliner Architekten Gerhard Spangenberg, der auch für das Exzenterhaus verantwortlich zeichnte, sehen aber auch einen Neubau des Parkhauses vor. Auf 105 Meter soll es das Hochhaus mit 28 Geschossen bringen. Die Bruttogeschossfläche liegt laut Entwurf bei 26 000 Quadratmetern. Das neue Parkhaus soll 480 Plätze haben und direkt mit den Gleisen verbunden sein.