"1+1 = zweierlei": Die flatternden Schläuche des Doms

Ausstellung in Herne

Der Kölner Dom steht in diesen Wochen in der Herner Flottmann-Hallen: Das Kunstwerk von Peter Könitz und 40 weitere Arbeiten des ostfriesischen Künstlers und seines Kollegen Hermann EsRichter sind zurzeit in der Ausstellung „1+1 = zweierlei“ zu sehen.

HERNE

, 27.01.2015, 15:09 Uhr / Lesedauer: 1 min

Könitz und EsRichter sind in den Flottmann-Hallen keine Unbekannten, von beiden waren dort bereits Werke zu sehen. Ausstellungsleiterin Jutta Laurinat stieß in einem Katalog – Skulptur Ruhr 1986 – wieder auf die Künstler und wollte wissen: „Was ist seitdem passiert? Wie haben sie sich entwickelt?“.

Atelierbesuche

Laurinat entschied sich für Atelierbesuche bei EsRichter in Oberhausen („Dort gab es so viel zu sehen. Eine Auswahl zu treffen fiel schwer“) und bei Könitz in Wymer direkt an der niederländischen Grenze („Irgendwann hörte mein Navigationsgerät auf. Ein großes, freies Anwesen mit vielen Skulpturen im Umkreis“). Nun sind rund 40 Kunstwerke der Beiden in der Flottmann-Halle zu sehen.

EsRichter arbeitet mit unterschiedlichen Materialen und Methoden – etwa einer Fahrt, einer Leiter aus der Zeche „Unser Fritz“ in Herne oder geschmolzenen Dachziegeln aus Keramik. Ein vorher festgelegtes Konzept gebe es bei der Entstehung der Kunstwerke nicht, sagt EsRichter. Wichtig sei ihm nur eines: „Es geht immer um Kultur und Natur. Das sind keine Gegensätze, sondern komplementäre Elemente.“

Werke aus Edelstahl

Viele von Könitz’ Arbeiten sind groß, starre Skulpturen aus Edelstahl, die humorvolle Titel tragen wie „Dame mit Anhang“ oder Stütze des Systems“.

Könitz und EsRichter kennen und schätzen sich seit Ende der 60er-Jahre, als sie sich in Mülheim kennengelernt haben. Nun also die gemeinsame Ausstellung. Die Arbeiten seien allerdings sehr unterschiedlich und würden sich nicht verbinden, sagt EsRichter. „Deshalb ist der Titel der Ausstellung auch wichtig.“  

Flottmann-Hallen Herne: „1+1= zweierlei“, bis 22.2., Straße des Bohrhammers 5, Di-So 14-18 Uhr.