13-Jähriger schleicht sich für Lkw-Touren nachts in Spedition - Zufall lässt ihn auffliegen

Kuriose Lkw-Fahrten

Ein 13-Jähriger ist regelmäßig nachts bei einer Spedition eingebrochen, um Lkw-Spritztouren zu unternehmen. Er parkte die Lkw so, dass niemand etwas merkte. Nur durch einen Zufall flog er auf.

Bad Laasphe

04.08.2020, 16:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der 13-Jährige war offenbar sehr geschickt. Doch die Polizei legte sich auf die Lauer und fasste den Jugendlichen.

Der 13-Jährige war offenbar sehr geschickt. Doch die Polizei legte sich auf die Lauer und fasste den Jugendlichen. © picture alliance/dpa

Ein 13-Jähriger hat in Bad Laasphe im Osten von Nordrhein-Westfalen fast unbemerkt nächtliche Fahrten mit schweren Lastwagen unternommen.

Erste Hinweise auf das Treiben des Teenagers im Schutz der Dunkelheit entdeckte in der vergangenen Woche ein Speditionsmitarbeiter, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Gegen 4.30 Uhr habe er mit einer Tour beginnen wollen, den Lastwagen aber nicht finden können.

Unbekannter sprang aus der Fahrerkabine

Plötzlich habe er vor dem Gelände einen Sattelzug ankommen gehört. „Ein Unbekannter sprang aus der Fahrerkabine und verschwand im Dunkeln“, so die Polizei. Wie GPS-Daten verrieten, war der Sattelzug mit einem Schlüssel aus dem Schlüsselkasten der Spedition mehr als 70 Kilometer gefahren worden.

Wie sich nun herausstellte, waren auch schon in der Nacht zuvor Fahrzeuge bewegt worden. Der bis dato Unbekannte hatte sie aber immer wieder fast exakt an den Stellen geparkt, an denen sie zuvor gestanden hatten. Nur das Auslesen der GPS-Speicher gab Hinweise auf die Spritztouren. Bei einem Fahrzeug war der Sitz verräterisch so weit nach vorne geschoben worden, dass keiner der Mitarbeiter damit hätte fahren können.

Am Dienstag schließlich die Auflösung: Polizisten sahen in der Nacht Licht in der Speditionshalle. Sie entdeckten den 13-Jährigen und in seiner Jackentasche die Schlüssel für die auf dem Hof geparkten Lastwagen. Ihr Fazit: „Der junge Mann war in den Nächten zuvor mit seinem Fahrrad zur Spedition gefahren, dort eingedrungen, nicht um etwas zu klauen, sondern um Lkw zu fahren.“

dpa