1300 Bochumer mussten ihre Wohnungen räumen

Bombenentschärfung

Stundenlang waren Feuerwehr und Hilfsdienste im Einsatz, bis es endlich hieß: Die Bombe ist entschärft. Eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe hat gestern für Aufregung gesorgt. 1300 Bochumer mussten Häuser und Wohnungen in einem Radius von 500 Metern um die Leibnizstraße evakuieren.

BOCHUM

von Von Sebastian Ritscher

, 27.08.2013, 06:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
1300 Bochumer mussten ihre Wohnungen räumen

Glücklich nach erfolgreicher Arbeit: Tanya Beimel, Bezirksregierung Arnsberg, hat die Bombe entschärft. Oliver Kamp vom Kampfmittelräumdienst Röhl war für die Sondierung und Ausgrabung der Bombe zuständig.

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So liefen Evakuierung und Entschärfung

Stundenlang hat es gedauert, bis die Bombe an der Leibnizstraße entschärft war. Zuvor mussten 1300 Bochumer ihre Häuser und Wohnungen verlassen.
26.08.2013
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Tanya Beimel mit der Bombe und einer Seilscheibe. Mit ihr konnte sie aus 100 Metern Entfernung die Bombe entschärfen.© Sebastian Ritscher
Die amerikanische Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg lag 2,50 Meter unter der Erde. Direkt unter einem Teich hinter einem kleinen Haus an der Leibnizstraße.© Sebastian Ritscher
Christian Neubert von der Freiwilligen Feuerwehr bei der Arbeit. Jedes leere Haus wird mit einem Kreuz markiert.© Sebastian Ritscher
Die Feuerwehr bringt sich auf dem Bogestra-Betriebshof in Stellung.© Sebastian Ritscher
Klaus-Dieter Panfil und Gattin Elisabeth in der Betreuungsstelle. Die Feuerwehr hat sie zum Bogestra-Betriebshof gebracht.© Sebastian Ritscher
Tobias Ludwig, Löscheinheitsführer der Freiwilligen Feuerwehr Wattenscheid-Mitte überprüft, ob die Häuser schon leer sind.© Sebastian Ritscher
Christian Neubert von der Freiwilligen Feuerwehr bei der Arbeit. Jedes leere Haus wird mit einem Kreuz markiert.© Sebastian Ritscher
Christian Neubert (r) und Daniel Lutz von der Freiwilligen Feuerwehr bei der Evakuierung.© Sebastian Ritscher
Letzte Handgriffe am Fahrzeug der Einsatzleitung: Vom Bogestra-Betriebshof aus wurde der Einsatz koordiniert.© Sebastian Ritscher
Bereits am Sonntag hat die Feuerwehr mit Zetteln auf die Bombenentschärfung hingewiesen.© Sebastian Ritscher
Glücklich nach erfolgreicher Arbeit: Tanya Beimel, Bezirksregierung Arnsberg, hat die Bombe entschäft. Oliver Kamp vom Kampfmittelräumdienst Röhl war für die Sondierung und Ausgrabung der Bombe zuständig.© Sebastian Ritscher
Lutz Schwark kam mit seinem Hund Ice in die Betreuungsstelle auf dem Bogestra-Betriebshof.© Sebastian Ritscher
Christian Neubert (l.) und Daniel Lutz von der Freiwilligen Feuerwehr bei der Evakuierung.© Sebastian Ritscher
Kurz vor der Evakuierung hat auch der Kampfmittelräumdienst Röhll Stellung bezogen.© Sebastian Ritscher
Eine letzte Besprechung vor dem Einsatz.© Sebastian Ritscher
Tobias Ludwig, Löscheinheitsführer der Freiwilligen Feuerwehr Wattenscheid-Mitte überprüft, ob die Häuser schon leer sind.© Sebastian Ritscher
Glücklich nach erfolgreicher Arbeit: Tanya Beimel, Bezirksregierung Arnsberg, hat die Bombe entschäft. Oliver Kamp vom Kampfmittelräumdienst Röhl war für die Sondierung und Ausgrabung der Bombe zuständig.© Sebastian Ritscher
Lutz Schwark kam mit seinem Hund Ice in die Betreuungsstelle auf dem Bogestra-Betriebshof.© Sebastian Ritscher
Kurz vor der Evakuierung hat auch der Kampfmittelräumdienst Röhll Stellung bezogen.© Sebastian Ritscher
Einsatzleiter Andreas Wrobel instruiert die Evakuierungsteams.© Sebastian Ritscher
Die Bezirksregierung war für die Entschärfung zuständig.© Sebastian Ritscher
Schlagworte Bochum

Es ist 13.30 Uhr. Klinkenputzen ist angesagt. Klingeln, klopfen, Rundgang ums Haus. Leere Häuser werden mit einem roten Zettel und einem schwarzen Kreuz markiert. Der Zettel muss beim ersten Haus warten.

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So liefen Evakuierung und Entschärfung

Stundenlang hat es gedauert, bis die Bombe an der Leibnizstraße entschärft war. Zuvor mussten 1300 Bochumer ihre Häuser und Wohnungen verlassen.
26.08.2013
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Tanya Beimel mit der Bombe und einer Seilscheibe. Mit ihr konnte sie aus 100 Metern Entfernung die Bombe entschärfen.© Sebastian Ritscher
Die amerikanische Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg lag 2,50 Meter unter der Erde. Direkt unter einem Teich hinter einem kleinen Haus an der Leibnizstraße.© Sebastian Ritscher
Christian Neubert von der Freiwilligen Feuerwehr bei der Arbeit. Jedes leere Haus wird mit einem Kreuz markiert.© Sebastian Ritscher
Die Feuerwehr bringt sich auf dem Bogestra-Betriebshof in Stellung.© Sebastian Ritscher
Klaus-Dieter Panfil und Gattin Elisabeth in der Betreuungsstelle. Die Feuerwehr hat sie zum Bogestra-Betriebshof gebracht.© Sebastian Ritscher
Tobias Ludwig, Löscheinheitsführer der Freiwilligen Feuerwehr Wattenscheid-Mitte überprüft, ob die Häuser schon leer sind.© Sebastian Ritscher
Christian Neubert von der Freiwilligen Feuerwehr bei der Arbeit. Jedes leere Haus wird mit einem Kreuz markiert.© Sebastian Ritscher
Christian Neubert (r) und Daniel Lutz von der Freiwilligen Feuerwehr bei der Evakuierung.© Sebastian Ritscher
Letzte Handgriffe am Fahrzeug der Einsatzleitung: Vom Bogestra-Betriebshof aus wurde der Einsatz koordiniert.© Sebastian Ritscher
Bereits am Sonntag hat die Feuerwehr mit Zetteln auf die Bombenentschärfung hingewiesen.© Sebastian Ritscher
Glücklich nach erfolgreicher Arbeit: Tanya Beimel, Bezirksregierung Arnsberg, hat die Bombe entschäft. Oliver Kamp vom Kampfmittelräumdienst Röhl war für die Sondierung und Ausgrabung der Bombe zuständig.© Sebastian Ritscher
Lutz Schwark kam mit seinem Hund Ice in die Betreuungsstelle auf dem Bogestra-Betriebshof.© Sebastian Ritscher
Christian Neubert (l.) und Daniel Lutz von der Freiwilligen Feuerwehr bei der Evakuierung.© Sebastian Ritscher
Kurz vor der Evakuierung hat auch der Kampfmittelräumdienst Röhll Stellung bezogen.© Sebastian Ritscher
Eine letzte Besprechung vor dem Einsatz.© Sebastian Ritscher
Tobias Ludwig, Löscheinheitsführer der Freiwilligen Feuerwehr Wattenscheid-Mitte überprüft, ob die Häuser schon leer sind.© Sebastian Ritscher
Glücklich nach erfolgreicher Arbeit: Tanya Beimel, Bezirksregierung Arnsberg, hat die Bombe entschäft. Oliver Kamp vom Kampfmittelräumdienst Röhl war für die Sondierung und Ausgrabung der Bombe zuständig.© Sebastian Ritscher
Lutz Schwark kam mit seinem Hund Ice in die Betreuungsstelle auf dem Bogestra-Betriebshof.© Sebastian Ritscher
Kurz vor der Evakuierung hat auch der Kampfmittelräumdienst Röhll Stellung bezogen.© Sebastian Ritscher
Einsatzleiter Andreas Wrobel instruiert die Evakuierungsteams.© Sebastian Ritscher
Die Bezirksregierung war für die Entschärfung zuständig.© Sebastian Ritscher
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„Ich dachte, wir müssen um 14 Uhr aus dem Haus sein“, sagt eine Bewohnerin. Recht hat sie. Ludwig und Kollegen müssen das Haus später erneut überprüfen. Einige haben sie noch vor sich.

Leibnizstraße 2 bis 42 stehen auf dem Plan der dreiköpfigen Gruppe. Parallel sind weitere Teams unterwegs. „Wenn niemand auf Klingeln und Klopfen reagiert, müssen wir die Polizei verständigen“, sagt Ludwig auf dem Weg durch die Siedlung. „Hier höre ich einen Fernseher, aber niemand macht auf“, ruft in dem Augenblick Ludwigs Kollege Christian Neubert von der anderen Straßenseite. Glück gehabt, die Tür öffnet sich. Eine Frau schlüpft in ihre Schuhe und verschwindet.

Weniger Glück hatte Uwe Bader. Sein Haus liegt auf der Tour. In seinem Garten die Bombe. In 2,50 Tiefe. Eigentlich war über ihr ein kleiner Teich. Der ist längst weg. Wer für den Schaden aufkommt? „Das wird schon irgendwie gemacht“, sagt Bader. Was er denn gedacht habe, als er von der Bombe erfahren hatte? „Pech gehabt.“ Kurz nach 14 Uhr sind die Häuser leer, das Warten geht los. Um 15.16 Uhr geht dann die erste Nachricht über das Bogestra-Gelände: „Die Entschärfung hat begonnen.“ Die Erlösung dann um 15.59 Uhr: „Die Bombe ist entschärft.“ Ludwig zieht los. „Wir müssen die ganzen Zettel wieder abnehmen.“