16 Etagen - aber kein Aufzug

Neuer Hannibal-Ärger

Enttäuschte Hoffnung: Als jüngst am Hannibal-Hochhaus in Dorstfeld ein Gerüst aufgebaut wurde, hofften die Bewohner, dass sich im Haus etwas zum Besseren ändert. Doch jetzt ist erstmal der Aufzug ausgefallen - in einem Haus mit 16 Etagen.

DORSTFELD

von Von Holger Bergmann

, 09.08.2012, 17:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
16 Etagen - aber kein Aufzug

Eine scheinbar endlos tiefe Schlucht. Andreas Kemka teilt sich seine Gänge aus dem Haus gut ein.

 „Wir verlassen die Wohnung so selten wie möglich“, berichtet Andreas Klemka, ein Mieter aus Etage 13, über die einzig praktikable Reaktion auf den Fahrstuhl-Ausfall. Die Mieter sind in dieser Beziehung bereits leidgeprüft. Der Fahrstuhl allein in diesem Gebäude fiel nun zum vierten Mal in diesem Jahr aus.„Einmal dauerten die Reparaturen 12 Tage“, so Klemka. „Weil meine Frau auch nicht besonders gut zu Fuß ist, haben wir Arzt-Besuche, Einkaufen und Behördengänge so gut wie möglich zusammengelegt, um so wenig wie möglich Treppen steigen zu müssen“.  Für eine Stellungnahme war die beauftragte Verwaltungsfirma Firma Grand City Property in Berlin telefonisch nicht zu erreichen.

 „Die Eigentümergesellschaft muss endlich ein Vor-Ort-Büro der Verwaltungsfirma Grand-City Property in Dortmund einrichten lassen. Bei 412 Wohnungen und den zahlreichen Problemen reichen Hausmeister alleine nicht aus. Außerdem wollen die Mieter endlich erfahren, was der neue Eigentümer mit der Wohnanlage vor hat“, fordert der wohnungspolitischer Sprecher des Mietervereins Dortmund und Umgebung e.V, Dr. Tobias Scholz. Währenddessen bemerken die Mieter andere Aktivitäten im Hannibal. „Der Leerstand wird aufgeräumt“, berichtet Andreas Klemka. Soll heißen, dass sich vor dem Hannibal ein Müllhaufen mit den Hinterlassenschaften ehemaliger Mieter sammelt. Hoffentlich ist das wenigstens ein gutes Zeichen, dass der Hannibal kurz davor steht, fit für eine neue Vermarktung gemacht zu werden. 

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