17-Jährige hatte keine Chance im Todeskampf

Todesdrama von Bochum-Stiepel

Der Todeskampf dauerte 30 Sekunden, dann fiel die Schülerin ins Koma. Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer 17-jährigen Schülerin aus Stiepel wurden am Freitag weitere Details bekannt.

BOCHUM

von Von Jörn Hartwich

, 16.09.2011, 18:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
In diesem Haus in Bochum-Stiepel wurde die 17-jährige Bochumerin erwürgt.

In diesem Haus in Bochum-Stiepel wurde die 17-jährige Bochumerin erwürgt.

Ihr Sohn sei immer nett und hilfsbereit gewesen, nie gewalttätig. „Auch für mich ist das ein absoluter Albtraum“, sagte sie am Rande des Prozesses. „Ich kann das gar nicht begreifen, das Ganze ist wie ein Film.“ Dass ihr Sohn im Prozess kaum redet, sorgt allerdings zunehmend für Unmut. Vor allem seit bekannt wurde, dass er mit den Wachtmeistern locker plaudern und sogar lachen soll. In einer Verhandlungspause fiel der Satz: „Er ist ein Spaßvogel.“

Am nächsten Verhandlungstag sollen die Gutachter gehört werden, die die Psyche des 18-Jährigen untersucht haben. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob er als vermindert schuldfähig eingestuft werden muss. Am selben Tag sollen dann auch die Plädoyers gehalten werden. Wie berichtet, wird dem Angeklagten vorgeworfen, in der Nacht auf den 3. April seine beste Freundin erwürgt zu haben. Tatort war das Kinderzimmer der Schülerin, bei der er übernachtet hatte. Kurz vor der schrecklichen Tat hatte er offenbar erfahren, dass die 17-Jährige einen anderen Jungen liebe. Er selbst hatte sich große Hoffnungen gemacht. „Sie hat ihm emotional wohl sehr weh getan“, sagte seine Mutter. Aber das entschuldige natürlich nichts.