17-jähriger ertrinkt im See - illegale Badegäste behindern Einsatzkräfte

Hitze Unfälle

Ein 17-Jähriger ist bei einem Badeausflug in Hessen ums Leben gekommen. Die Rettung des Teenagers wurde offenbar durch illegale Badegäste massiv behindert.

Groß Rohrheim/Darmstadt

09.08.2020, 19:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine DLRG-Gruppe bei einer Übung. (Symbolbild)

Eine DLRG-Gruppe bei einer Übung. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Auf der Suche nach Abkühlung bei der sommerlichen Hitze ist ein 17-Jähriger am Samstag in einem Baggersee zwischen Groß Rohrheim und Biblis (Hessen) ertrunken. Ein Begleiter habe kurz vor 16.00 Uhr die Rettungsleitstelle und Leitstelle der Polizei alarmiert, teilte das Polizeipräsidium Südhessen mit.

Nachdem sofort eine Suche mit Feuerwehr, DLRG, Polizeistreifen und einem Hubschrauber eingeleiteten worden sei, habe der Heranwachsende aus Darmstadt nur noch leblos aus dem Wasser geborgen werden können. Reanimationsversuche seien vergeblich geblieben.

Retter durch illegale Badegäste behindert

Die DLRG Bergstraße, die an dem Rettungseinsatz beteiligt war, beklagte nach dem Einsatz Behinderungen durch Badegäste. „Wir möchten an dieser Stelle drauf hinweisen, dass die Rettungsarbeiten durch unzählige Personen und Fahrzeugen behindert wurden. Ein durchkommen für unsere Fahrzeuge in der Speyrer Straße war kaum möglich. Dies bezieht sich vor allem auf parkende Badegäste obwohl es hier ein absolutes Badeverbot gibt!“, schrieben die Retter auf Facebook.

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Laut Polizei konnte der 17-Jährige nicht schwimmen. Als er wegen des steil abfallenden Ufers an dem See in Not geriet, habe sein Begleiter - ebenfalls Nichtschwimmer - noch versucht, ihm zu helfen, ihn allerdings nicht retten können. Der Baggersee ist den Angaben zufolge kein öffentliches Gewässer und gehört zu einer Firma. Zutritt und Schwimmen sollen dort mit entsprechender Beschilderung verboten sein.

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