17 Master-Absolventen aus Afghanistan bekamen Examensurkunden

Aufbau einer Zivilgesellschaft

QUERENBURG NRW-Innovationsminister Andreas Pinkwart überreichte am Freitag an die ersten 17 Master-Absolventen des Studiengangs "Management and Economics" aus Afghanistan Examensurkunden.

von Von Christoph Witte

, 26.02.2010, 17:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
17 Master-Absolventen aus Afghanistan bekamen Examensurkunden

Stilvoll in Talar und Doktorhut nahmen die 17 afghanischen Dozenten ihre Urkunden entgegen.

Alle Welt redet vom Krieg am Hindukusch. An der Ruhr-Universität wird derweil aktiv am Frieden gearbeitet. Frieden über Bildung.

Pioniere mit Schlüsselrolle "Wir sind überzeugt, dass Sie als Pioniere eine Schlüsselrolle spielen werden, auf dem Weg zu einer stabilen Gesellschaft in Afghanistan", gab der Minister den Absolventen mit auf dem Weg.  Meilenstein Der heutige Tag sei ein Meilenstein in der Kooperation der Ruhr-Uni und Afghanistan. Über 100 Gäste aus Wissenschaft und Politik nahmen an der Feier teil - unter ihnen auch der Vizeminister des afghanischen Hochschulministeriums Prof. Mohammed Saber Kheshkai.Curriculum etablieren Uni-Rektor Elmar Weiler wünschte den Absolventen, die an ihren Heimathochschulen ein Bachelor-Curriculum in Wirtschaftswissenschaften etablieren werden, dass sie ihr Land in eine blühende Zukunft führen.

Vorbildliches Engagement Die RUB engagiert sich seit 2002 in der Fortbildung afghanischer Wissenschaftler. Ziel ist es, die Forscher dabei zu unterstützen, Lehrpläne zu erstellen und Studienverläufe zu planen. "Was die Ruhr-Universität aufgebaut hat, ist vorbildlich", lobte Pinkwart, "es ist ein großer Beitrag für den Wiederaufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen."

Das Innovationsministerium unterstützt die RUB bis 2013 mit einer Millionen Euro, um afghanische Hochschullehrer fortzubilden und Fachliteratur in die Landessprachen zu übersetzen.