18-Jährige riss Gymnasiastin die Haare aus

Gericht

BOCHUM Das Jugendschöffengericht hat am Freitag eine überaus brutale 18-jährige Bochumerin verurteilt. Die Angeklagte hatte am 28. April 2008 ein anderes Mädchen beleidigt, bespuckt, verprügelt und ihm dermaßen an den Haaren gezogen, dass sie ihr ein ganzes Haarbüschel herausriss und „eine Schneise von zehn Zentimetern hinterließ“, so die Vorsitzende Richterin.

08.05.2009, 18:29 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ohne jeden Grund, davon geht das Gericht aus, hatte die Bochumerin die Gymnasiastin, die zum Cheerleader-Training in einer Schule in der Nähe des Springerplatzes wollte, zunächst provoziert, beleidigt und bespuckt. „Sie war auf Streit und Provokation aus“, befand die Vorsitzende. Dann, als die Schülerin wieder aus der Halle kam, drängte sie diese in die Enge und fiel mit brutaler Gewalt über sie her.

Das Gericht verurteilte die Heranwachsende zu einem Freizeitarrest, einem Antiaggressionstraining und 50 Sozialstunden. Zwei weitere Angeklagte, die Schwester der Hauptangeklagten (15) und eine Freundin (19), wurden aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Sie sollten laut Anklage mit auf das Opfer eingeschlagen und eingetreten haben. Im Prozess ließ sich dieser Verdacht jedoch nicht erhärten.