18-Jährige starb bei Hochgeschwindigkeitsfahrt: Prozess gegen Fahrer

Prozess

Ein junger Mann verlor bei 286 km/h die Kontrolle über seinen Sportwagen – die 18 Jahre alte Beifahrerin stirbt. Nun steht der Fahrer vor Gericht.

Essen

02.08.2020, 18:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Montag beginnt dort ein Prozess gegen einen 25-Jährigen wegen fahrlässiger Tötung einer 18-Jährigen durch einen Unfall bei einer Hochgeschwindigkeitsfahrt auf der A52 im März 2019.

Montag beginnt dort ein Prozess gegen einen 25-Jährigen wegen fahrlässiger Tötung einer 18-Jährigen durch einen Unfall bei einer Hochgeschwindigkeitsfahrt auf der A52 im März 2019. © picture alliance/dpa

Am Essener Amtsgericht geht es am Montag um einen tödlichen Autounfall bei einer Hochgeschwindigkeitsfahrt auf einer Autobahn im Ruhrgebiet. Angeklagt wegen fahrlässiger Tötung ist ein 25 Jahre alter Autofahrer aus Essen. Er soll am späten Abend des 20. März 2019 bei mindestens 286 Stundenkilometern die Kontrolle über seinen 570 PS starken Sportwagen verloren haben und von der A52 abgekommen sein.

Aus dem Wagen geschleudert

Dabei wurde die 18 Jahre alte Beifahrerin aus dem Auto geschleudert und getötet. Der Fahrer wurde leicht verletzt und erlitt einen Schock. Der Unfall geschah in einem Autobahnabschnitt im Essener Süden, in dem es keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt.

Ein Sachverständigengutachten der Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Wagen zwischen 286 und 314 Kilometern pro Stunde schnell gewesen war, als der Unfall geschah. Der Fahrer soll es nach einer unbeabsichtigten Lenkbewegung nicht mehr geschafft haben, den Wagen wieder in den Griff zu bekommen, weil er durch die hohe Geschwindigkeit überfordert gewesen sein soll.

Fahrlässige Tötung

Das Strafgesetzbuch sieht für fahrlässige Tötung bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe vor. In dem Verfahren treten die Eltern der jungen Frau als Nebenkläger auf.

dpa

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