20-jähriger Essener fordert ausgerechnet die Polizei zum Autorennen auf

Autorennen

Ein 20-Jähriger aus Essen hat sich zum Geburtstag einen Audi RS 3 gemietet – und dann ausgerechnet eine Zivilstreife die Polizei zu einem Rennen herausgefordert.

21.03.2021, 12:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ausgerechnet die Polizei hat ein 20-Jähriger aus Essen zu einem Autorennen herausgefordert.

Ausgerechnet die Polizei hat ein 20-Jähriger aus Essen zu einem Autorennen herausgefordert. © dpa/Symbolbild

Ausgesprochen „blöd“ verlief am gestrigen Abend der Geburtstag eines 20-jährigen Esseners, der sich an dem Tag selbst mit einem angemieteten Audi RS 3 beschenkt hatte.

Gegen 21 Uhr fuhr der türkische Staatsangehörige auf die Rotlicht zeigende Kreuzung der Thyssen-Krupp-Allee / Altendorfer Straße in Essen zu, an der bereits ein Wagen stand. Der 20-Jährige fuhr neben diesen PKW, schaute provozierend hinüber und ließ den hochmotorisierten Motor mehrfach laut aufheulen. Als die Ampel auf Grün umsprang, beschleunigte er den Sportwagen mit durchdrehenden Reifen.

Beim Abbiegevorgang brach das Heck des Fahrzeugs aus und der junge Fahrer beschleunigte bis zur größtmöglichen Geschwindigkeit. „Blöd“ war dabei allerdings, so schreibt die Polizei, dass der vermeintliche Kontrahent ein Zivilfahrzeug der Essener Polizei war, das sofort die Verfolgung des Rasers aufnahm. Nach einer kurzen Strecke musste der Audifahrer an einer weiteren Ampel anhalten.

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Als die auf Grün umsprang, beschleunigte er in gleicher Art und Weise, obwohl sich bereits in etwa 200 Meter Entfernung ein Rückstau auf der Straße gebildet hatte. Nach einer starken Beschleunigung vollzog er eine Vollbremsung, um nicht auf die stehenden Fahrzeuge aufzufahren.

Wagen war in der Schweiz angemeldet und dort unterschlagen worden

Noch bevor der Raser von der Polizei angehalten werden konnte, beschleunigte er auf über 100 km/h und fuhr weiter in Richtung Rüttenscheid. Auf der Holsterhauser Straße konnte der Audi schließlich angehalten werden. Dort stellte sich heraus, dass der 21-jährige den in der Schweiz zugelassenen Sportwagen für seine Geburtstagsspritztour angemietet hatte.

Bei einer Überprüfung der Polizei kam zudem heraus, dass der Wagen wegen Unterschlagung ausgeschrieben war. Offenbar wurde das Auto nicht vertragsgemäß zurückgegeben. In seiner ersten Anhörung gab der Raser an, dass die anderen Autofahrer ihn provoziert hätten und er „mithalten“ wollte. Sein Führerschein wurde ebenso sichergestellt wie der Sportwagen.

Im Fahrzeug des Geburtstagskindes befand sich auf dem Beifahrersitz ein 19-jähriger Deutscher, dem die polizeilichen Maßnahmen wie ein Deja-vu vorkommen mussten. Denn: „Vor kurzer Zeit hatte man auch seinen Führerschein und sein Auto sichergestellt. Der Vorwurf: verbotenes Kraftfahrzeugrennen sowie grob verkehrswidriges und rücksichtsloses Fahren“, so die Polizei.

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