20-Jähriger übergoss Welpen mit heißem Wasser

Tierquäler verurteilt

Das Wasser war heiß, der junge Hund jaulte vor Schmerzen laut auf: Immer wieder hat ein 20-jähriger Azubi aus Langendreer den Boxerwelpen seiner Freundin misshandelt. Am Donnerstag wurde der Tierquäler vom Jugendschöffengericht zu einer Jugendstrafe von 18 Monaten auf Bewährung verurteilt.

BOCHUM

von Von Tom Eder und Elmar Venohr

, 25.11.2011, 06:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bei anderen Gelegenheiten - auch diesmal hatte das noch nicht stubenreine Tier sein Geschäft auf dem Teppich verrichtet - habe er den Boxer auch geschlagen. Die Staatsanwältin fand für das Verhalten des Angeklagten deutliche Worte. Wenn man ein Tier derart brutal quäle, dann trage das schon „sadistische Züge“, sagte sie. Der Angeklagte wollte von den Misshandlungen dagegen nichts wissen.

Er räumte allenfalls ein, seine Freundin das eine oder andere Mal etwas zu hart angefasst zu haben. Auch das hatte die Zeugin dem Gericht bestätigt. Bis zur Trennung im Mai sei sie von dem Azubi oft geschlagen worden, sagte die junge Frau. Einmal habe er sie sogar zu Boden gedrückt und ihr den Mund und die Nase zugehalten. „Ich bekam keine Luft mehr. Ich dachte wirklich, das war’s jetzt“, erklärte sie dem Gericht, während sie mit den Tränen rang. Die Erklärung des Angeklagten: „Ich war eifersüchtig.“ Als Bewährungsauflage legte das Gericht am Donnerstag fest, dass der Tierquäler und Frauenschläger eine Psychotherapie machen muss.