200 Erstis starten in ihre Studiengänge

Semesterbeginn an der HSG

200 neue Gesichter tummeln sich seit Montag an der Hochschule für Gesundheit (HSG) an der Universitätsstraße. 200 neue Gesichter, die sich entschieden haben, die in unserer Gesellschaft immer wichtiger werdenden Pflegeberufe akademisch anzugehen. Und vor allem 200 Gesichter, für die mit dem Studienbeginn ein völlig neuer Lebensabschnitt beginnt.

BOCHUM

von Von Tim Stobbe

, 17.09.2012, 17:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Junge Studierende wie die drei jungen Frauen sind es, die HSG-Präsidentin Anne Friedrichs strahlen lassen. Sechs Jahre hat sie Zeit, die Hochschule für Gesundheit aufzubauen, nun geht es bereits ins dritte Jahr: „Wir sind aus der Anfängerphase heraus und nehmen unser erwünschtes professionelles Profil an.“ In naher Zukunft sollen daher zu den bisherigen fünf Studiengängen Ergotherapie, Hebammenkunde, Logopädie, Pflege und Physiotherapie weitere kommen. Wie genau diese aussehen werden, ist noch nicht abzusehen.

Aber „Pflege und Gesundheit ist ein weites Feld“, erklärt Friedrichs, „in Sachen Gesundheitsmanagement oder auch im technischen Bereich könnte noch etwas getan werden.“ Zeitgleich wird auch die Politik nicht müde zu betonen, wie bedeutend die HSG am Hochschulstandort Bochum und für die Region ist. „Im Moment ist dies hier noch einmalig“, so NRW-Landtagspräsidentin Carina Gödecke, „doch bundesweit wird hier schon abgeschaut.“ Das Interesse sei da. An der HSG haben sich mehr als 1500 Studierwillige für die Studiengänge beworben. Platz gibt es bisher jedoch bloß für besagte 200.

Entsprechend hoch waren auch in diesem Semester die Zulassungsvoraussetzungen. Bemerkenswert dabei: Unter den 200 Erstsemestern sind gerade einmal 22 Männer, im Studiengang Hebammenkunde findet sich kein einziger. Offenbar stößt die Pflege- und Gesundheitsbranche bei Frauen auf größeres Interesse. Für die neuen Erstsemester geht es nun allerdings erst einmal etwas gemütlicher zu. In der Orientierungswoche lernen sie sich gegenseitig, die Hochschule und ihre Studiengänge kennen. Und natürlich auch das Studentenleben an sich – inklusive Bermuda3Eck und allem, was dazu gehört.