200 Opelaner sollen nach Rüsselsheim

Zwangsversetzung

Für die Mitarbeiter des Bochumer Opelwerks wird das Thema Zwangsversetzung konkreter. Die Geschäftsleitung will, dass 200 Mitarbeiter bis Januar 2011 nach Rüsselsheim wechseln. Klappt das nicht, sollen offenbar Leiharbeiter in Rüsselsheim Festveträge bekommen. Damit wären die Arbeitsplätze für die Bochumer verloren.

BOCHUM

von Von Lisa Seiler

, 11.11.2010, 10:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Die Geschäftsleitung verlangt, dass 200 Mitarbeiter bis 1. Januar 2011 nach Rüsselsheim wechseln“, teilte der Bochumer Betriebsratschef am Mittwochabend mit. Im dortigen Werk würden derzeit noch Leiharbeiter eingesetzt. Sollten sich bis Ende November nicht genügend Wechselwillige melden, würden Zwangsversetzungen geprüft. Für den Fall, dass diese nicht möglich sind, hat die Geschäftsleitung laut Einenkel angekündigt, Leiharbeiter in Rüsselsheim mit Festverträgen auszustatten.

Damit wären diese Arbeitsplätze für die Bochumer endgültig verloren. Auf diese Weise, so Einenkels Verdacht, könnte es für Opel leichter werden, 2011 betriebsbedingte Kündigungen durchzusetzen, falls der geplante Personalabbau nicht gelingt. „Ich finde diesen Druck unmöglich. Das ist keine Art miteinander umzugehen“, sagte der Betriebsratschef am Mittwoch und betonte, man wolle und müsse mit der Geschäftsleitung verhandeln, um eine „sozialverträgliche Lösung“ zu finden. Am Mittwochabend saß Einenkel mit Juristen zusammen, um „eine Möglichkeit zu suchen, die Mitarbeiter zu schützen.“