2016 wird ein Max-Reger-Jahr

Komponisten-Jahrestage

So viele Komponisten-Jahrestage wie in den vergangenen Jahren gibt es 2016 nicht. Wenn man die runden Geburts- oder Todestage aus den Konzertprogrammen heraushören wird, dann werden sie nach Orgel und Walzer klingen.

DORTMUND

, 03.01.2016, 18:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
2016 wird ein Max-Reger-Jahr

Max Reger ist vor 100 Jahren gestorben.

Orgelkomponist Max Reger ist am 11. Mai vor 100 Jahren gestorben. Die Organisten werden das auch in der Region in Orgelkonzerten würdigen. In Dortmund hat der Komponist, der sich musikalisch an Brahms orientiert hat, 1910 das Reger-Fest ins Leben gerufen.

Johann Strauss

Johann Strauss wurde vor 150 Jahren geboren - allerdings nicht der Walzerkönig und auch nicht sein Vater, der Komponist des Radetzky-Marsches. Der Jubilar ist ein Sohn von Eduard Strauß, dem jüngeren Bruder des Walzerkönigs.

Der "Strauß-Enkel" war Leiter der Wiener Hofbälle und später Kapellmeister in Berlin. Aber weder seine Tänze noch die Operette "Katz und Maus" sind Repertoirestücke geworden.

Auch an seinen Vater, den "schönen Edi", könnten die Walzerfreunde erinnern: Er starb vor 100 Jahren. Und Paul Lincke, der Vater der Berliner Operette wurde am 7. November vor 150 Jahren geboren.

Ferrucio Busoni

Vor allem in den Zugaben der Pianisten wird man sicher auch in diesem Jahr Ferrucio Busoni hören. Der italienische Komponist wurde am 1. April vor 150 Jahren geboren. Er hat die Klavierwerke von Bach und Liszt herausgegeben und manche Liszt-Klavierstücke noch ein bisschen virtuoser bearbeitet.

Erik Satie

Auch Erik Satie wurde vor 150 Jahren, am 17. Mai, geboren. Der Franzose war einer der Wegbereiter der Neuen Musik; viele seiner Werke enthalten statt Tempoangaben Spielhinweise wie "Wie eine Nachtigall mit Zahnschmerzen".

Sein Landsmann Henri Dutilleux ist am 22. Januar vor 100 Jahren geboren. In seinen Werken (darunter das Ballett "Le Loup") setzt er die Tradition von Debussy und Ravel fort.

Weitere Komponisten, die 100. Geburtstag feiern, sind der Tscheche Julius Fucik und der Argentinier Alberto Ginastera.