2077 Menschen finden neue Arbeitsplätze

Erfolgreiche Joboffensive

Zwei Jahre lang war Dirk Tenbensel arbeitslos. Dann fand er eine neue Stelle als Fachkraft für Betreuung im St. Anna-Stift – dank der Joboffensive, an der 13 Jobcenter in NRW teilnehmen. Weil dadurch 2077 Menschen in Arbeit gebracht werden konnten, will das Bochumer Jobcenter an dem Programm festhalten, wenn auch in etwas kleinerem Umfang.

BOCHUM

, 24.03.2015, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die 82-jährige Anneliese Miodunski freut sich sehr, dass Dirk Tenbensel neue Fachkraft für Betreuung am St. Anna-Stift geworden ist.

Die 82-jährige Anneliese Miodunski freut sich sehr, dass Dirk Tenbensel neue Fachkraft für Betreuung am St. Anna-Stift geworden ist.

2013 begann die bundesweite Joboffensive. Mit einem besseren Betreuungsschlüssel sollte die Vermittlungsquote verbessert werden. Als eines von 13 Jobcentern konnte auch das Bochumer Jobcenter am Projekt teilnehmen – und bekam für die Dauer von zwei Jahren 14 zusätzliche Vermittler gestellt. Diese kümmerten sich insbesondere um Menschen, die ohne zusätzliche Qualifikationen Chancen auf dem Arbeitsmarkt hatten.

Zu ihnen gehörte auch Dirk Tenbensel. Der heute 48-Jährige arbeite viele Jahre als Altenpfleger, konnte dann jedoch aus gesundheitlichen Gründen seinen Job nicht mehr ausüben und wurde arbeitslos. Nach einer Fortbildung zum Pflegeberater und erfolglosen 250 Bewerbungen rutschte er in das Arbeitslosengeld II. „Dann kam ich in die Joboffensive“, sagt er – und profitierte davon, dass sich die dortigen Arbeitsvermittler intensiver um ihre Kunden kümmern konnten.

Die Erfolge der Joboffensive zeigen sich auch deutlich in den Zahlen: Von insgesamt 5000 Arbeitssuchenden, konnte das Jobcenter 2077 Menschen vermitteln. „Das sind etwa 41 Prozent“, sagt Jobcenter-Bereichsleiterin Elke Splieth. Allgemein liegt die Vermittlungsquote mit 20 Prozent deutlich darunter.

Freude ist groß

Und noch einen positiven Aspekt habe das auf zwei Jahre befristete Projekt gehabt: 71 Prozent der in der Joboffensive vermittelnden Menschen sind noch in Arbeit.

Für das Jobcenter Bochum ist das Grund genug, um das Projekt in einer kleineren Form fortzuführen. 13 der 14 Arbeitsvermittler können nun übernommen werden, ersetzen aber teilweise frei werdende Stellen. „Wir haben eine leichte Aufstockung um sieben Vermittler“, so Splieth.

Am St. Anna-Stift ist die Freude über das Projekt des Jobcenters ebenfalls groß, seitdem das Pflege- und Wohnheim Anfang des Jahres Dirk Tenbensel einstellen konnte. Dort war man sofort offen für die Bewerbung des 48-Jährigen. Denn für Heim-Geschäftsführerin Christine Bischoff ist es sinnvoll, auch ältere Menschen als Betreuer einzustellen: „Die haben viel Lebenserfahrung und bringen mehr Ruhe rein“, sagt sie.

Und Dirk Tenbensel? Auch der ist zufrieden mit seinem Job – und dankbar, dass sein Arbeitsvermittler so engagiert sein konnte

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