25 Eichen im "Rauhen Holz" gefällt

Klimawandel-Auswirkungen

Wo soll er sein, der Klimawandel? Dieser Sommer war doch nun wirklich kein Hinweis auf globale Erwärmung. Doch der Klimawandel ist da. In dem kleinen Wäldchen „Im Rauhen Holz“ sind ihm 25 Eichen zum Opfer gefallen.

LÜTGENDORTMUND

von Von Holger Bergmann

, 09.09.2011, 07:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Diese Eiche war nicht stark genug für das Frühjahrswetter.

Diese Eiche war nicht stark genug für das Frühjahrswetter.

Totholz wird in Dortmunder Forsten nicht automatisch gefällt. „Einen gewissen Totholzbestand lassen wir stehen, das gehört zu einem natürlichen Wald“, so Oberforstrat Sebastian Vetter. Doch das ist im Rauhen Holz nicht möglich. „Die Verkehrsgefährdung für die Fußgänger durch herabfallende Äste ist zu hoch.“ Urteil: Die Eichen, teilweise im Alter von bis zu 150 Jahren, müssen gefällt werden. Und so sieht der Plan aus: Noch im September rücken die schweren Maschinen an. Drei Tage werden sie brauchen. An jedem Tag wird ein Abschnitt des Waldes für die Fußgänger gesperrt.

Die Baumfällaktion wird folgen haben. „Einige der Bäume sind bis zu 35 Meter hoch und haben eine Krone von bis zu zehn Metern Durchmesser“, so Vetter. Diese Bäume werden beim Fallen einiges mitreißen und Lichtungen produzieren. „Die Spuren dieser Aktion wird man noch Jahre lang sehen können.“ Das Holz der Stämme wird vermarktet. Der Holzpellet-Boom hat die Preise in die Höhe schnellen lassen. Die Äste sollen in den geschlagenen Lichtungen liegen gelassen werden, um sie den natürlichen Zerfallsprozessen zu überlassen.

Für die 25 Eichen wird es keine Ersatzpflanzungen geben. Der Wald ist voller junger Buchen, die die Lücken schließen werden. „Das Bild des Rauhen Holzes wird sich wandeln“, prophezeit Dehler. Denn der Klimawandel wird den verbleibenden Eichen auch weiterhin Stress bereiten.