27 Nationen präsentierten sich bei Karate-EM

Jahrhunderthalle

BOCHUM Ein ganz besonderes, sportliches und multikulturelles Gemisch wartete am Samstag in der Jahrhunderthalle auf: Die JKA-Karate-Europameisterschaft 2010. Auch die Wattenscheider waren natürlich am Start.

von Von Verena Halten

, 29.03.2010, 15:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die JKA-Karate-Europameisterschaft waren waren nicht nur Sportler aus 27 Nationen Europas - von Italien, über Schweden und Spanien bis hin zu Monaco - angereist, sondern auch deren Familien, Freunde und Fans. "Wir erwarten heute rund 1000 Gäste; exklusive der 420 Teilnehmer und deren Trainer und Betreuer", erklärte Stefan Fuckert vom Ausrichter, dem Karate-Dojo Okinawa-te aus Wattenscheid.

Für die JKA-Karate-Europameisterschaft waren waren nicht nur Sportler aus 27 Nationen Europas - von Italien, über Schweden und Spanien bis hin zu Monaco - angereist, sondern auch deren Familien, Freunde und Fans. "Wir erwarten heute rund 1000 Gäste; exklusive der 420 Teilnehmer und deren Trainer und Betreuer", erklärte Stefan Fuckert vom Ausrichter, dem Karate-Dojo Okinawa-te aus Wattenscheid.

Warm machen "That's just amazing", schwärmten da nicht nur drei französische Kämpfer - was etwa soviel wie "Das ist einfach unglaublich" heißt. Die drei Sportler nutzten, wie viele andere, die Flure der Jahrhunderthalle, um sich gemeinsam warm zu machen.   Auf den Warming-up Bereich im hinteren Teil der Halle griffen nicht alle zurück. "It´s a better feeling", lachten die Franzosen (zu Deutsch: "Es ist ein besseres Gefühl."), und dabei wanderte ihr Blick beinahe ehrfürchtig durch die alte Industriehalle.

"Einige waren über die Location sichtlich positiv überrascht", so Fuckert, "aber, wir wollten eben etwas Besonderes auf die Beine stellen." Dass dies dem Wattenscheider Karate-Dojo gelungen ist, fanden auch die EM-Teilnehmer Marcus Haack (35) und Nadine Fiedler (29). Die Zwei traten aus dem Wattenscheider Verein für das deutsche Team an - und für beide sollte es die letzte Turnier-Teilnahme sein. "Man wird einfach älter und die Prioritäten ändern sich", sagte Haack und Fiedler stimmte lachend ein. "Aber, das Heimspiel konnten wir uns als krönenden Abschluss nicht entgehen lassen."

Im Laufe ihrer Turnier-Karrieren zog es die beiden Sportler bis nach Sydney, Tokio, St. Petersburg und Argentinien und auf so manches Treppchen.

Fiedler schied allerdings schon in der ersten Vorrunde aus, Haack schaffte es mit zwei klaren 2:0 Siegen bis in den dritten Vorrundenkampf. Hier verlor er jedoch gegen den späteren Europameister Richard Husi aus Ungarn. Doch beide nahmen es gelassen: "Dabei sein ist alles."

Auf's Treppchen schaffte es hingegen der Dritte aus der Wattenscheider Runde: Gavin Hufenbach. Dieser trat zwar eigentlich nur als Ersatzmann an und hat keinen Kampf bestritten. Doch gemeinsam mit seinem Kumite-Team wurde er Junioren-Europameister.