28 Stunden unter Trümmern: Frau und Kind in der Türkei gerettet

Erdbeben

Bei einem Erdbeben in der Türkei sind Tausende verletzt worden - 31 Menschen starben. Rettungskräfte befreiten jetzt eine Mutter und ihre Tochter: Sie lagen 28 Stunden unter den Trümmern.

Ankara

26.01.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Team von Rettungskräften versorgt eine Person, die bei einem schweren Erdbeben verletzt wurde.

Ein Team von Rettungskräften versorgt eine Person, die bei einem schweren Erdbeben verletzt wurde. © -/Pool Presidential Press Service/AP/dpa

Eineinhalb Tage nach dem schweren Erdbeben in der Osttürkei holen Rettungsteams weiter Überlebende aus den Trümmern eingestürzter Gebäude.

Zahl der Todesopfer steigt

Eine 35-Jährige und ihre zwei Jahre alte Tochter wurden am Sonntag in der Stadt Elazig gerettet, 28 Stunden nachdem es in der Region zu dem Beben der Stärke 6,8 gekommen war. Neben Elazig wurde auch die 30 Minuten mit dem Auto entfernte Stadt Sivrice schwer getroffen.

Unterdessen ist die Zahl der Todesopfer auf 31 gestiegen. 45 Menschen seien lebend geborgen worden, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Sonntag. Nach offiziellen Angaben wurden mehr als 1000 Menschen verletzt.

Nachbeben am Sonntagmorgen

Das Beben der Stärke 6,8 hatte sich am Freitagabend im Bezirk Sivrice in der Provinz Elazig gegen 21 Uhr Ortszeit ereignet. Rettungskräfte suchten am Sonntag bei Minusgraden weiter nach Überlebenden. Nach Angaben des Senders CNN Türk vermuten die Helfer noch neun Menschen unter den Trümmern.

Die Retterinnen und Retter erlebten seit Freitagabend fast 600 Nachbeben. Am Sonntagmorgen erschütterte ein Beben vom Stärkegrad 4,3 die Nachbarprovinz Malatya, wie die Katastrophenschutzbehörde Afad meldete.

RND/AP/dpa