30 Verletzte bei Brand in Flüchtlingsunterkunft

Ursache noch unklar

Bei einem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft in Hövelhof-Staumühle im Kreis Paderborn sind am Donnerstag 30 Bewohner verletzt worden, eine Person davon schwer. Die Feuerwehr kämpfte bis zum Abend gegen die Flammen.

Hövelhof

05.01.2017, 21:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach einem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft im Kreis Paderborn werden 40 Menschen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung behandelt.

Nach einem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft im Kreis Paderborn werden 40 Menschen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung behandelt.

Rettungskräfte brachten die verletzten Menschen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser, wie eine Kreissprecherin sagte. 25 seien bereits wieder entlassen worden. Weitere 24 Menschen wurden demnach vor Ort behandelt, darunter auch zwei Feuerwehrleute. Sie erlitten leichte Schnitt- und Rückenverletzungen. Die Polizei sprach von 27 Menschen, die vor Ort betreut werden mussten.

Kein Anhaltspunkt auf fremdenfeindlichen Hintergrund

Die Feuerwehr konnte die Flammen am Abend löschen. Der Brand sei am Nachmittag aus bislang ungeklärter Ursache in einer der ehemaligen Militärbaracken ausgebrochen, sagte ein Sprecher der Polizei Paderborn. „Das Gebäude ist nahezu komplett abgebrannt.“ Die Ermittlungen dauerten an. Es gebe aber keine Anhaltspunkte für einen fremdenfeindlichen Hintergrund. Am Freitag soll ein Sachverständiger die Brandruine begutachten.

Etwa 110 Feuerwehrleute und 90 Mitarbeiter von Hilfsorganisationen waren im Einsatz, wie die Kreissprecherin sagte. Die Unterkunft bietet Platz für knapp 900 Menschen. Aktuell lebten dort nach Angaben des Kreises etwa 500 Flüchtlinge. 

von dpa

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