300 unterernährte Schafe gerettet

Mängel in Tierpflege

PERSEBECK Rund 300 Schafe und 40 Ziegen wurden am Dienstag aus einer katastrophalen Haltung gerettet und in gute Hände übergeben. Hintergrund dieser Maßnahme waren massive Mängel in der Tierpflege.

25.02.2010, 11:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
300 unterernährte Schafe gerettet

Die Schaffe waren im schlechten Zustand.

Dass sich die Herde nun in guten Händen befindet, war durch das Engagement privat tätiger Dortmunder Tierfreunde und durch die gute Zusammenarbeit mit der Organisation Europäischer Tier- und Naturschutz e.V. (ETN), die ihren Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen hat, möglich. "Es ist unvorstellbar, wie die Tiere seit Jahren gelitten haben müssen", so Wolfgang Stephanow, ETN-Präsident. Bereits seit über zwei Jahren wussten die Dortmunder Amtsveterinäre von den katastrophalen Haltungsbedingungen. Immer wieder mahnten sie die Halter an, die Tiere zu versorgen. Vergebens. Nachdem im letzten Winter die Behörde selbst eine Notversorgung vorgenommen und die Tiere gefüttert hatte, um das Schlimmste zu verhindern, rief sie in diesem Jahr die Tierschützer zu Hilfe und beschlagnahmte die Herde.

„Wir sind sehr froh, dass die Amtsveterinäre in Dortmund so engagiert sind, nicht locker gelassen und den ETN um Hilfe gebeten haben“, lobt Stephanow die gute Zusammenarbeit. „Wir wünschen uns aber, dass für die Tiere lebensrettende Entscheidungen schneller getroffen werden. Es muss möglich sein, unverzüglich und unbürokratisch zu beschlagnahmen, um Tiere vor einem jämmerlichen Verenden zu retten.“ 

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