3000 demonstrieren für faire Löhne

Maikundgebung

Die Jugend der Gewerkschaften verlieh der Mai-Kundgebung vor dem Rathaus Charakter. Lauter als im Jahr zuvor, frech und nicht getrieben vom Wunsch, allen Ohren zu gefallen, forderte sie mehr Ausbildungsplätze ein und solidarisierte sich mit dem Personal der Altenheime.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 01.05.2011, 14:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Beschäftigten der städtischen Alten- und Pflegeheime machten gegen die Privatisierung in einer gGmbH mobil.

Die Beschäftigten der städtischen Alten- und Pflegeheime machten gegen die Privatisierung in einer gGmbH mobil.

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Mai-Kundgebung vor dem Bochumer Rathaus

Am Tag der Arbeit versammelten sich circa 3000 Bochumer, um vor dem Rathaus für faire Löhne, gute Arbeit und soziale Gerechtigkeit zu demonstrieren. Die Demonstranten waren zuvor von den Gewerkschaftshäusern in die Innenstadt gezogen.
01.05.2011
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Faire Löhne, gute Arbeit, soziale Gerechtigkeit - das ist das Mindeste, forderten die Demonstranten bei der Maikundgebung.© Foto: Benedikt Reichel
Maidemonstration auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem Rathaus.© Foto: Benedikt Reichel
Karina Lange (r.) hat für ihre Rede auf der 1. Mai-Kundgebung viel Beifall bekommen.© Foto: Benedikt Reichel
Maidemonstration 2011© Foto: Benedikt Reichel
Drei Demonstrationszüge kamen aus drei unterschiedlichen Richtungen zum Platz vor dem Bochumer Rathaus.© Foto: Benedikt Reichel
Die Gänsereiter begleiteten den Demonstrationszug und spielten auf.© Foto: Benedikt Reichel
Maidemo vor dem Bochumer Rathaus.© Foto: Benedikt Reichel
Maidemo vor dem Bochumer Rathaus.© Foto: Benedikt Reichel
IG-Metall-Bevollmächtigte, Ulrike Kleinebrahm, sprach zu den Demonstranten.© Foto: Benedikt Reichel
Nach Angeben der Gewerkschaft kamen circa 3000 Menschen vor das Bochumer Rathaus.© Foto: Benedikt Reichel
Die Beschäftigten der städtischen Alten- und Pflegeheime machten gegen die Privatisierung in einer gGmbH mobil.© Foto: Benedikt Reichel
Die Jugendvertreter der Gewerkschaften machten ihrem Ärger Luft.© Foto: Benedikt Reichel
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„Wir demonstrieren für eine gerechte Teilhabe am Aufschwung“, rief Frank Richter, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei und Hauptredner auf dem Willy-Brandt-Platz, den Massen zu. Die Teilhabe müsse sich in Form von „kräftigen Lohnzuwächsen“ äußern. Ein Mindestlohn von 8,50 Euro könne nur ein Zwischenschritt sein. Das kommt an. Auch die Solidarität mit Opel. „Wir werden dafür kämpfen, dass es nicht zu Kündigungen und erst recht nicht zur Werksschließung kommt“, so Richter. Alle Gewerkschaften würden dafür solidarisch zusammenhalten. Beifall.

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Mai-Kundgebung vor dem Bochumer Rathaus

Am Tag der Arbeit versammelten sich circa 3000 Bochumer, um vor dem Rathaus für faire Löhne, gute Arbeit und soziale Gerechtigkeit zu demonstrieren. Die Demonstranten waren zuvor von den Gewerkschaftshäusern in die Innenstadt gezogen.
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Faire Löhne, gute Arbeit, soziale Gerechtigkeit - das ist das Mindeste, forderten die Demonstranten bei der Maikundgebung.© Foto: Benedikt Reichel
Maidemonstration auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem Rathaus.© Foto: Benedikt Reichel
Karina Lange (r.) hat für ihre Rede auf der 1. Mai-Kundgebung viel Beifall bekommen.© Foto: Benedikt Reichel
Maidemonstration 2011© Foto: Benedikt Reichel
Drei Demonstrationszüge kamen aus drei unterschiedlichen Richtungen zum Platz vor dem Bochumer Rathaus.© Foto: Benedikt Reichel
Die Gänsereiter begleiteten den Demonstrationszug und spielten auf.© Foto: Benedikt Reichel
Maidemo vor dem Bochumer Rathaus.© Foto: Benedikt Reichel
Maidemo vor dem Bochumer Rathaus.© Foto: Benedikt Reichel
IG-Metall-Bevollmächtigte, Ulrike Kleinebrahm, sprach zu den Demonstranten.© Foto: Benedikt Reichel
Nach Angeben der Gewerkschaft kamen circa 3000 Menschen vor das Bochumer Rathaus.© Foto: Benedikt Reichel
Die Beschäftigten der städtischen Alten- und Pflegeheime machten gegen die Privatisierung in einer gGmbH mobil.© Foto: Benedikt Reichel
Die Jugendvertreter der Gewerkschaften machten ihrem Ärger Luft.© Foto: Benedikt Reichel
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Den gab es auch für Karina Lange. Lauter sogar. Mit ihrer frischen, frechen Rede sprach das Nachwuchstalent aus der Gewerkschaftsjugend nicht nur die jungen Gäste auf dem Rathausplatz an. Demonstrativ solidarisierte sie sich mit den Beschäftigen der städtischen Alten- und Pflegeheime, die gegen die Privatisierung ihrer Häuser mobil machten. „Unterstützt die Kollegen“, rief sie. „Ich habe kein Bock, dass mein Vater einst keinen Platz mehr bekommt“, weil die Pflege nur profitorientiert gesteuert würde.

Einigen anwesenden Kommunalpolitikern, die in den kommenden Wochen über die Umstrukturierung der städtischen Altenheime in eine gGmbH entscheiden und die sich bisher sehr zurückhaltend äußerten, gefielen diese Worte nicht. Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz hatte zuvor in ihrem Grußwort noch die soziale Stadt Bochum gelobt, aber auch schwierige Entscheidungen angekündigt. „Dieser erste Mai ist unsere Chance, Mut zu zeigen“, sagte Lange. „Wir sind lauter als sonst und sitzen nicht in unseren stillen Kämmerlein. Es ist Zeit, dass was passiert.“ Lauter als sonst war die Jugend. Während die etwas älteren Semester begleitet von Spielmannszügen in Richtung Willy-Brandt-Platz zogen, kam die DGB-Jugend mit einem bass-beladenen Lieferwagen vorgefahren.