34 Künstler mit 34 individuellen fotografischen Ansätzen

Kunstbox-Schau im Depot

34 Foto-Künstler präsentieren ihre Arbeit bei der Kunstbox-Schau im Depot am Samstag und Sonntag. Der Name "Kunstbox" heißt: Jeder Künstler hat eine Mini-Ausstellungsfläche. Die muss er wie eine Bühne möglichst eindrucksvoll bespielen, wenn er den Kunstbox-Preis gewinnen will.

DORTMUND

, 22.04.2015, 19:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Refuge I", aufgenommen in Amrum, Schleswig-Holstein. Der Künstler sieht in seinen Fotos "Landschaften, Räume, Konstruktionen und Menschen als Konzepte, die uns helfen, die Realität neu ästhetisch zu definieren".

"Refuge I", aufgenommen in Amrum, Schleswig-Holstein. Der Künstler sieht in seinen Fotos "Landschaften, Räume, Konstruktionen und Menschen als Konzepte, die uns helfen, die Realität neu ästhetisch zu definieren".

Das müssen Sie wissen:

  • Die Ausstellung "Kunstbox" ist am Samstag (25. 4.) von 14 bis 20 Uhr und am Sonntag (26. 4.) von 11 bis 18 Uhr im Depot, Immermannstraße 29, zu sehen.
  • Eintritt: 3 Euro. Die Karte ist an beiden Tagen gültig.
  • 34 Fotografen stellen aus. Eine fünfköpfige Jury aus vier Kunst-Fachleuten und einem Sponsorenvertreter haben sie aus 100 Bewerbern ausgewählt.
  • Jeder Künstler bespielt eine Box von ein mal zwei Metern Fläche mit zwei 1,70 Meter hohen Wänden.
  • Am Samstag (25. 4.) um 14.30 Uhr führt Kurator Wolfgang Schmidt eine Stunde lang durch die Ausstellung. Die Teilnahme ist kostenlos.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Das sagen die Kunstbox-Künstler über ihre Fotos

34 Fotografen zeigt die Ausstellung "Kunstbox" im Depot am 25. und 26. April. Mit den Fotos in dieser Fotostrecke haben sich die Künstler für die Ausstellung beworben. Zu fast jedem Foto hat uns das Depot ein Statement des Künstlers geliefert, der es gemacht hat.
23.04.2015
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"Carnivore", Fleischfresser, nennt die Fotografin ihr Bild. Sie schreibt: "Gleichzeitig geerdet und doch surreal äußert sich die Seele, die einerseits die Vollkommenheit zeigt und doch in ihrer Vielschichtigkeit nicht weit in sich hineinblicken lässt."© Foto: Jennifer-Christin Wolf
"Derby Girls" von Gokcen Dilek Acay: "I would like to focus on Women and their colorful identity in Kunstbox. These Photographs are partly documentary partly staged portraits." "Ich fokussiere mich auf Frauen und ihre farbenreichen Identitäten. Meine Fotos sind zum Teil dokumentarisch, zum Teil inszenierte Porträts."© Foto: Gokcen Dilek Acay
"Refuge I", aufgenommen in Amrum, Schleswig-Holstein. Der Künstler sieht in seinen Fotos "Landschaften, Räume, Konstruktionen und Menschen als Konzepte, die uns helfen, die Realität neu ästhetisch zu definieren".© Foto: Jeronimo Arteaga-Silva
Katerina Belkina hat uns dieses Statement über ihre Arbeit geschickt: "Die Russische Künstlerin Katerina Belkina verbindet ihre umfangreichen Fähigkeiten aus Fotografie, digitaler Bildbearbeitung und klassischen Maltechniken in einer Weise, die ihren Werken eine ganz eigene visuelle Sprache verleiht. In diesem Zusammenspiel ruft ihre tatsächliche Anwesenheit im Bild eine Spannung hervor, die ihren Werken eine magische Authentizität verleiht. Die Werke können interpretiert werden als eine große Erklärung der Menschheit auf der Suche nach einem Platz in der gesamten sozialen und kulturellen Realität. Die Tatsache, dass Katerina Belkina in den verschiedenen Werken dieser Serie fast immer ihr eigenes Modell ist, zeigt, dass sie voll und ganz mit diesem universellen Streben identifiziert ist. Diese unkonventionellen Techniken tragen eine unkonventionelle Aussage über die Art des weiblichen Wesens."© Foto: Katerina Belkina
"Blurred Birch" von Martin Binder. Das sagt der Künstler: „Durch den Druck digitaler Abbildungen von Bäumen auf Holz verschmilzt das Trägermaterial mit dem Motiv und stellt die eine, einzige Repräsentation der Wirklichkeit infrage."© Foto: Martin Binder
"Bahak I" heißt dieses Bild. Die Künstlerin: "Konzeptuelle fotografische Serien, umgesetzt in Indien und anderswo mit mobilem Studio, Großformat und vor allem einer guten Projektidee im Gepäck."© Foto: Anja Bonhof
"Vermöbelt" heißt dieses Bild. Zitat der Künstlerin: "Die mal dokumentarischen, mal inszenierten Fotoarbeiten erzählen Geschichten des Alltags mit seinen Absurditäten und Hindernissen."© Foto: Barbara Dévény
"Im Schlafzimmer" nennt Sarah Dudley dieses Bild und sagt: "Wie die Soße auf den Nudeln ist die Farbe in meinen Fotografien das Wichtigste; die dargestellten Objekte sind abstrakt und bieten schöne Formen um diese Farbenfreude zu unterstützen."© Foto: Sarah Dudley
"Luftschlösser" hat Sinje Faby das Bild genannt. Sie schreibt dazu: "Mach doch deine eigene Fabrik auf!" — "Und was soll ich da herstellen?" — "Luftschlösser!"© Foto: Sinje Faby
"Vom Wesen der Dinge" hat Christoph Franke dieses Bild getauft. Er schreibt dazu: "Eine Visualisierung der alten Weisheit: Wie innen, so außen – wie der Geist so der Körper.“© Foto: Christoph Franke
"Auf Andoya" heißt das Bild. Klaus Fröhlich schreibt zu seiner Arbeit: "Ich finde Orte und Momente, und bewahre sie vor der Vergänglichkeit der Zeit."© Foto: Klaus Fröhlich
Dieses Bild hat keinen Titel. Kirsten Heuschen sagt dazu: "Mein Ansatz ist der einer intuitiven fotografischen Intervention, die ein Bild hervorbringt, ohne dass eine Kamera im Spiel ist."© Foto: Kirsten Heuschen
"Ich fotografiere nicht, ich arbeite mit Fotografieren", schreibt Ralph Hinz zu seinem Bild "Daily-Life Pola".© Foto: Ralph Hinz
"N3" nennt die Fotografin dieses Bild. Dazu schreibt sie: "Meine Fotos sind Experimente. Sie sind nicht vorhersehbar."© Foto: Yi-Chen Huang
Alexander Hügel ist Fotograf aus Dortmund. Dieses Foto hat keinen Titel und stammt aus der Serie "Theater of real Nordstadt". Sein Statement: "Urbane Dekonstruktionen erschaffen eine neue Wirklichkeit".© Foto: Alexander Hügel
"Luzide Landschaften" heißt dieses Bild. Werner Kiera sagt: "Das Bild entstand mit dem i-Phone und einer Livewebcam-App, welche diverse Webcams weltweit ansteuert, in diesem Falle sind es zwei Fotos von unterschiedlichen Orten, die als Doppelbelichtung übereinander gelegt wurden und Teil der Serie Non Places sind; Non Places deswegen, weil kein anderer diesen Ort fotografieren, geschweige denn betreten kann."© Foto: Werner Kiera
Anne Krauß nennt dieses Bild "Werner 4". Sie schreibt: "Meine Arbeit ist ein genealogisches Identitätsspiel: 'die Einheit in der Vielheit und die Vielheit in der Einheit.‘"© Foto: Anne Krauß
Dieses Bild heißt "Lost Kingdom", "Verlorenes Königreich". Die Fotografen sagen dazu: "Neben der schnelllebigen Gegenwart ist hier und da die Zeit stehen geblieben und wurde in Zeitkapseln konserviert. Wie Parallelwelten existieren diese Orte weiter. Dabei entwickeln sie eine ganz eigene Schönheit. Die Ästhetik der Abwesenheit."© Foto: Anna und Roman Küffner
Lafake ist der Künstlername von José Luna und Irene Aparici. Sie schreiben zu ihrer Serie "Viva Espana", aus der dieses titellose Bild stammt: "Ein neuer Blick auf die innere, heimliche, ländliche Welt, in der traditionelle auf sehr moderne Werte stoßen - nicht als Bruch, sondern als Erneuerung."© Foto: Lafake
Zu seinem Foto "Anduka" schreibt Simon Leipelt: "Im Fadenkreuz der Kunst verschmelzen die Kontraste zwischen Hell und Dunkel, Leben und Unleben, Licht und Schatten, Linie und Form, Fläche und Objekt."© Foto: Simon Leipelt
Zu "Ivoor, Tervuren" schreibt Oliver Leu: "Spuren von kolonialer Vergangenheit, die in unserem Denken, unseren Bildern und unserer Umgebung sichtbar werden."© Foto: Oliver Leu
Dietmar Paetzold schreibt zum Foto mit dem Titel "Ballett": "Angesichts der immensen Fülle visueller Reize in unserer digitalen Gesellschaft legen meine Fotoarbeiten den Fokus nicht auf die bloße Abbildung von Realität, sondern versuchen einen Eindruck zu vermitteln von der Flüchtigkeit und Oberflächlichkeit unserer Wahrnehmung in einer immer schnelllebiger werdenden Zeit."© Foto: Dietmar Paetzold
"Hocker" heißt dieses Bild schlicht. Natalie Richter sagt dazu: "Mein künstlerisches Interesse gilt dem Sammeln und Ordnen, dem Erinnern und Erzählen, und vor allem der Suche nach dem Besonderen im Alltäglichen."© Foto: Natalie Richter
"Verlassen der Schale" nennt Ines Seidel dieses Foto. Sie schreibt: "Ich gebe Geschichten eine sinnliche Form und fotografiere sie im Prozess der Auflösung."© Foto: Ines Seidel
"DSC 08027" heißt dieses Bild. Anja Sopic: "Meine Fotografien setzen sich spielerisch mit den Möglichkeiten und Grenzen des Mediums Fotografie auseinander. Sie brechen durch ihre experimentelle Natur verkrustete Wahrnehmungsmechanismen auf und schaffen Raum für eine neue Art des Sehens: intensiv und zugleich kühl, engagiert und zugleich distanziert, verzaubert von unbedeutendem Detail."© Foto: Anja Sopic
"Kirkovski" heißt dieses Foto. Georgi Stanchev schreibt dazu: "‘Facades’ ist ein Projekt, bei dem es um die Archivierung alter Fassadenmalereien geht und das gleichzeitig auf soziokulturelle Probleme einer postkommunistischen Gesellschaft verweist."© Foto: Georgi Stanchev
Aus der Serie "Entladungen" stammt dieses Foto. "Die Grenzen zur Normalität verschwinden, Realität wird sichtbar", schreibt die Künstlerin dazu.© Foto: Sophie Tiller
"Die Knöpfe" nennt Kerstin Unseld dieses Bild. Sie schreibt: "Fotografien sind keine bloßen Abbildungen – sie dienen vielmehr als Projektionsflächen für die Vorstellungen und Emotionen des Betrachters."© Foto: Kerstin Unseld
Henri Christian Verreet nennt sein Foto "Autoteile". Er schreibt dazu: "Heutzutage werden täglich Millionen von Bildern fast vollautomatisch und anstrengungslos aufgenommen und sofort verbreitet, aber haben wir zusammen mit der langsameren Fotografie vergangener Tage auch die Fähigkeit verloren, vor einzelnen Bildern innezuhalten und ihnen Zeit zu geben?"© Foto: Henri Christian Verreet
"Displacement 4" heißt das Foto. Anne Weber schreibt dazu: "Orte bilden kulturelle Identitäten - Fotografie kann örtliche Distanzen überwinden und neue Begegnungen schaffen, bei denen verschiedene Welten aufeinandertreffen. "© Foto: Anne Weber
"The 7th day", der siebte Tag, lautet der Titel dieses Fotos von Przemek Zajfert. Er sagt: "The 7th Day - ein Kunstprojekt mit Camera Obscura - zum Mitmachen – faszinierend, elementar in der Technik, einfach magisch." © Foto: Przemek Zajfert
"Unterwasser" lautet der Titel: "Im Herstellungsprozess der Fotografie verbindet sich meine Handlungsmacht mit der Eigendynamik der Apparate und der Zufall wird als Element in die Beschreibung einbezogen."© Foto: Hanna Zänker
Zu diesem Bild haben wir von der Künstlerin keine Aussage erhalten. Aber vielleicht sagt das Aussehen des Mädchens und sein Blick ja genug?© Foto: Paula Marina de Abrantes
"Primary structures (11)" heißt das Bild. Ein Zitat der Fotografin war nicht erhältlich.© Foto: Susann Dietrich
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  • Es gibt einen Preis: Die Jury wählt am Sonntag den Teilnehmer, der seine kleinen Kunstbox-Bühnen am besten bespielt. Dieser erhält 500 Euro und eine Einzelausstellung im Foyer des RWE-Turms am Freistuhl.
  • Den Publikumspreisträger wählt zusätzlich das Publikum. Und zwar so: Jeder Künstler hat eine 100er-Edition eines seiner Motive auf Postkarten drucken lassen. Jeder Besucher kann die Postkarten kaufen, allerdings von jedem Künstler nur eine Karte. Jede Karte kostet 2 Euro. Der Künstler mit den meisten verkauften Karten gewinnt den Publikumspreis. Der Publikumspreis ist ein Ehrenpreis ohne Preisgeld.
  • Kabarettist Fritz Eckenga überreicht den Publikumspreis am Sonntag (26. 4.) um 16 Uhr.
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