35.000 Euro für Projekte in Westerfilde und Bodelschwingh

Neuer Stadtteilfonds

Einen neuen Stadtteilfonds gibt es in Westerfilde und Bodelschwingh. Insgesamt stehen damit 35.000 Euro jährlich für stadtteilbezogene Projekte zur Verfügung, die den Ort aufwerten sollen. Eine Jury entscheidet über die Anträge. Dafür werden Bewohner nach dem Zufallsprinzip eingesetzt.

WESTERFILDE/BODELSCHWINGH

, 28.08.2015 / Lesedauer: 2 min

In den Genuss eines neuen Stadtteilfonds kommen die Stadtteile Westerfilde und Bodelschwingh als Aktionsräume des Aktionsplans Soziale Stadt. Der Stadtteilfonds ist eines von 30 Projekten des Integrierten Handlungskonzepts Westerfilde/Bodelschwingh und soll in den kommenden zehn Jahren zur Stabilisierung und Aufwertungen der Orte sorgen.

Geld für Aktionen und Veranstaltungen

Insgesamt stehen dadurch jährlich 35.000 Euro für stadtteilbezogene Projekte und Aktionen zur Verfügung, die von Bürgern für kleinere Aktionen oder Veranstaltungen, Workshops und Verschönerungen in den Fördergebieten eingesetzt werden können - das erklärt Kerstin Furkert vom Amt für Wohnen und Stadterneuerung.

Welche Vorschläge letztlich mit dem Geld umgesetzt werden, entscheidet eine 13- bis 15-köpfige Jury, die sich aus Bewohnern und Funktionsträgern (Bezirksvertretung, Wohnungswirtschaft, Interessengemeinschaften, Stadtbezirksmarketing, Vereine) zusammensetzt. Wer genau Teil der Jury ist, entscheidet das Zufallsprinzip. Über das statistische Amt werden dafür Anschriften gesammelt, die einen Spiegel der Bewohnerschaft bilden. Auf diese Weise hoffen die Verantwortlichen, auch neue Akteure mit ins Boot holen zu können.

Ausschluss von Jurymitgliedern möglich

Für besondere Fälle lassen sich die Verantwortlichen allerdings auch die Möglichkeit offen, Jurymitglieder auszuschließen. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn Mitglieder nicht hinter den Stadtteilzielen stehen, sondern nur eigene Interessen vertreten. Mit 13 bis 15 stimmberechtigten Personen verfügt die Jury außerdem über eine große Opposition, um gegen mögliche Stimmungsmacher vorzugehen.

Die Geschäftsführung des Stadtteilfonds übernimmt das ebenfalls öffentlich geförderte Quartiersmanagement, das sowohl bei der Ideenentwicklung und Antragstellung helfen als auch die Jury unterstützen wird.

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