5. Grusellesenacht auf Dellwig

LÜTGENDORTMUND Es ist mucksmäuschenstill im Heimatmuseum des alten Wasserschlosses Dellwig (kleines Foto). Der Raum ist nur durch flackernden Kerzenschein erhellt, an den Wänden lassen sich schemenhaft Spinnweben erahnen.

von Von Karina Wolfsdorff

, 28.01.2008, 16:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vampirblut

Vampirblut

Ganz schön spannend ist die fünfte Grusellesenacht im Schloss Dellwig. Im Heimatmuseum des Wasserschlosses, organisiert von der örtlichen Stadtteilbibliothek und der Bezirksvertretung Lütgendortmund, lesen 15 Schülerinnen und Schüler der Heinrich- Böll Gesamtschule gruselige Geschichten.

Nach der unheimlichen Gruselerzählung von Daniel muss sich Carina Walther erst mal mit "Vampirblut" stärken, das verdächtig nach Kirschsaft schmeckt. Sie hört den gruseligen Geschichten zusammen mit ihrer Oma und Mutter zu. "Ich bin ein großer Fan von spannenden Geistergeschichten", erzählt die 13-jährige Schülerin während in der Lesepause.

Währenddessen lässt sich etwas weiter eine kichernde Gruppe von Mädchen giftgrüne Frösche und Mäuse in Form von Weingummi schmecken. Dass sie sich fürchten, danach sehen die Mädchen wahrlich nicht aus.

"Es macht einfach Spaß zusammen mit meinen Freundinnen hier zu sein", erklärt die Schülerin Nina Kaitinnis. Der 14-jährigen Jessica Krause gefällt besonders das Vorlesen: "Es ist ein tolles Gefühl, dass man seine Zuhörer mit einer spannenden Geschichte fesselt", schwärmt sie. Ihr dunkelrotes Hexen-Outfit aus langem Samtrock und wehendem Umhang hat sie sich für diesen Tag von Lehrerin Kristina Möller geborgt.

Verkleidungen

Die Pädagogin hat nicht nur Verkleidungen ausgeliehen, sondern auch die Geschichten ausgewählt und mit den Jugendlichen die Texte geprobt. "Ich finde es schön, dass sich Kinder auch heute noch für das klassische Vorlesen interessieren und mit soviel Spaß bei der Sache sind", erzählt sie während der Veranstaltung begeistert.