52 Kilo Koks geschmuggelt: Achteinhalb Jahre Haft

Gericht

BOCHUM – Nach über einjähriger Flucht ist ein 44-jähriger Drogenschmuggler am Mittwoch doch noch verurteilt worden. Das Bochumer Landgericht verhängte achteinhalb Jahre Haft. Der Angeklagte hatte mit zwei Komplizen 52 Kilo Kokain nach Europa gebracht. Straßenverkaufswert: vier Millionen Euro.

von Von Jörn Hartwich

, 11.11.2009, 12:49 Uhr / Lesedauer: 1 min

Er floh nach Amsterdam, von dort nach Paris, dann nach Pamplona, Madrid, Bangkok und Manila. Auf den Phillipinen eröffnete der Bochumer eine kleine Bar, sein Versteck konnte trotz intensiver Beschattung seiner Familie nicht gefunden werden. Erst ein Anruf bei der Oma ließ die Fahnder die Spur wieder aufnehmen und zurückverfolgen. Der Bochumer hatte nach einem Motorradunfall offenbar Geld für eine medizinische Behandlung gebraucht.

Im Prozess hatte der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. Mit dem Urteil blieben die Richter unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die neun Jahre Haft beantragt hatte.