65 Bauplätze in Weseke sind bald zu haben

rnWohngebiet Weseke

65 Grundstücke zwischen 145 und 195 Euro Quadratmeter: Auf dem Schmeing-Gelände in Weseke sollen sich voraussichtlich ab Sommer Häuslebauer ihren Traum vom Eigenheim erfüllen können.

von Peter Berger

Weseke

, 05.02.2020, 11:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Voraussichtlich ab Sommer stehen auf dem Schmeing-Gelände rund 65 Bauplätze für Privatleute zum Verkauf. Der städtische Hauptausschuss hat am Dienstagabend über die angepeilten Verkaufspreise und die Vergaberichtlinien beraten.

Rabatt für kinderreiche Familien

Die Stadtverwaltung hat vorgeschlagen, die Grundstückspreise zu staffeln. Je nach Lage wären von außen nach innen zwischen 145 und 195 Euro pro Quadratmeter denkbar. Erschließungs- und Kanalbaubeiträge sind darin bereits enthalten. Nach Angaben der Verwaltung ist dabei zu berücksichtigen, dass Bauland aufgrund knapper werdender Ressourcen auch im Stadtbereich Borken und in den Ortsteilen teurer werde, zudem seien die Kosten für Tiefbauarbeiten geklettert. Den aktuellen Durchschnittspreis für den Quadratmeter Bauland beziffert die Stadt mit 161 Euro.

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Für kinderreiche Familien (drei minderjährige Kinder und mehr) soll es einen Rabatt von zehn Euro pro Quadratmeter geben. Auch für eine platzsparende Bebauung in Form eines Doppelhauses soll es einen Nachlass geben. Vorrang bei der Vergabe sollen darüber hinaus Bewerber haben, die ohne eigenes Wohneigentum bereits in Weseke gemeldet sind oder dort arbeiten – oder aus Weseke stammen und wieder zurückkehren möchten.

Ökologischer Akzent

Das Baugebiet wird – das haben Rat und Verwaltung mehrfach bekräftigt – einen deutlichen ökologischen Akzent erhalten. Die Häuser im inneren Ring sollen an ein Nahwärme-Netz angeschlossen werden. Wer dort baut, soll sich darauf verpflichten. Geplant ist außerdem, die Dachbegrünung des Hauptgebäudes und Zisternen zum Sammeln von Regenwasser finanziell zu fördern. Für die Dachbegrünung könne der Kaufpreis maximal um 3000 Euro, bei Zisternen maximal um 1000 Euro ermäßigt werden.

Nachgedacht wird im Rathaus auch darüber, die Grundstücke an die Häuslebauer nicht zu verkaufen, sondern sie ihnen per Erbpacht zu überlassen. Das Zinsniveau tendiere gegen Null, teils müsse die Stadt für Guthaben und Rücklagen bereits „Gebühren gleich Strafzinsen“ bezahlen.

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Deswegen könne die Vergabe von Erbbaurechten eine durchaus sinnvolle Alternative sein, weil die Stadt Borken in solchen Fällen statt des einmaligen Kaufpreises für das Grundstück regelmäßige Einnahmen erzielt. In einem Rechenbeispiel, das die Verwaltung in ihrer Vorlage für die heutige Ausschusssitzung macht, könnte die Erbpacht bei 3,90 pro Quadratmeter und Jahr liegen.

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