66 Jugendliche entwickeln spannenden Ruhrpott-Roman

Sechs Revier-Städte

Mächtig stolz sind 66 junge Leute über das aktuelle Buch „Grenzgänger. Ein Ruhrpottmovie“. 13 dieser Nachwuchsautoren kommen aus der Ruhrstadt. Sie besuchen die Otto-Schott-Realschule. Das Projekt heißt „Quer durch die Städte schreiben“.

von Barbara Zabka

INNENSTADT

, 05.08.2014, 05:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
66 Jugendliche entwickeln spannenden Ruhrpott-Roman

"Grenzgänger" so heißt der neue Ruhrpottroman, den 66 Jugendliche aus sechs Städten in einem Schreibprojekt gemeinsam geschrieben haben. Jetzt erschien das Roadmovie im Handel.

Mit den Augen und der Sprache der Jugendlichen entstand eine lebendige, spannende, manchmal gruselige und romantische Geschichte. „Spielorte“ in der Ruhrstadt waren Haus Witten, der Helenenturm und der heute verschlossene alte Wartesaal des Hauptbahnhofs. Die Eckpfeiler der Geschichte sind schnell erzählt. Die Heldin Max will nur einen Freund in Witten besuchen. Dort trifft sie Michael, der nicht nur gut aussieht, sondern auch noch Geister beschwören kann. Und der ist schließlich auch schuld daran, dass Max sich auf die Suche nach ihrem leiblichen Vater macht.

Eine abenteuerliche Reise durch den Ruhrpott beginnt. Der Roman endet mit einem Happy-End und vielen offenen Fragen. Nach Schulschluss haben sich die Schreiberlinge in der Stadtbücherei mit der Projektleiterin Sarah Meyer-Dietrich getroffen. „Wir haben in Kleingruppen geschrieben“, erzählt Anna Sieger (15). „Und das war viel cooler als im Deutschunterricht einen Schulaufsatz zu schreiben.“ Aus verschiedenen Handlungssträngen – beobachtet aus der Innen- und Außensicht, manchmal auch in der Ich-Form – setzt sich das Roadmovie zusammen.

„Die logische Verknüpfung war gar nicht so leicht“, sagt Meyer-Dietrich. Aber keiner hat den Überblick verloren. Das vorliegende Buch ist der beste Beweis. „Grenzgänger“ ist erschienen im Klartext-Verlag, hat 204 Seiten und kostet 9,95 Euro. Es ist im Buchhandel erhältlich. ISBN: 978-3-8375-1207-06. Finanziert wurde das gemeinsame Schreibprojekt durch Landesmittel. Träger ist das Literaturzentrum NRW. Kooperationspartner sind die Emschergenossenschaft, der Friedrich-Bödecker-Kreis und die Akademie für Städtebau und Landesplanung. Lokale Unterstützung gab es von der Stadt, dem Kulturforum und der Otto-Schott-Realschule.

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