71-Jähriger bleibt in komplett verrauchter Wohnung

Nach Feuer im sechsten Stock

Bei einem Feuer in der Speckestraße ist am frühen Mittwochmorgen ein 71-Jähriger verletzt worden. Der Brand war in der Wohnung des Mannes im sechsten Stock eines Wohnblocks ausgebrochen. Die Feuerwehr rückte mit über 40 Einsatzkräften an, aus dem Fenster qualmte es stark. Für den Bewohner war das aber kein Grund, seine Wohnung zu verlassen.

WESTERFILDE

, 25.05.2016 / Lesedauer: 2 min
71-Jähriger bleibt in komplett verrauchter Wohnung

Als die Feuerwehr mit der Drehleiter auf Höhe der völlig verqualmten Wohnung war, tauchte der Mieter plötzlich am Fenster auf.

Als die Feuerwehr um 6.25 Uhr an der Speckestraße ankam, stiegen dunkle Rauchschwaden aus zwei Fenstern im obersten Stock auf. Die Feuerwehr schickte einen Trupp mit Atemschutz durch das Treppenhaus zur Wohnung, ein zweiter fuhr mit der Drehleiter an der Fassade hoch.

Als die Feuerwehrleute auf der Drehleiter auf der Höhe der Wohnung waren, erlebten sie eine handfeste Überraschung: Plötzlich tauchte der 71-Jährige Bewohner im Fenster auf. Der verstand die ganze Aufregung nicht, berichtet Feuerwehrsprecher Oliver Körner. Der Mann erzählte den verdutzten Einsatzkräften, dass er das Feuer doch schon selbst gelöscht habe und beim Lüften der Wohnung sei. Das überzeugte die Feuerwehrleute auf der Drehleiter angesichts des starken Rauchs nicht. Sie forderten ihn auf, ihren Kollegen im Treppenhaus die Tür zu öffnen, bevor diese sie eintreten. Das machte er dann auch.

Folgen von Rauchvergiftung treten oft erst zeitverzögert

Die Feuerwehrleute brachten den 71-Jährigen hinunter zum Rettungsdienst. Er wurde schließlich mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Damit sei nicht zu spaßen, so Körner: "Die Folgen einer Rauchgasvergiftung können sich erst Stunden oder sogar Tage später bemerkbar machen, je nachdem, wie das Gift sich im Körper verbreitet."

Die Ursache des Brandes untersucht nun routinemäßig die Polizei. Der Bewohner hatte den Feuerwehrleuten gesagt, dass ein Elektrogerät in der Küche Feuer gefangen hatte. Die anderen Mieter des Wohnblocks mussten ihre Wohnungen nicht verlassen. Auch die Brandwohnung ist noch bewohnbar. Sie musste jedoch noch gründlich entraucht werden.

Jetzt lesen

 

Schlagworte: