72-Jährige stirbt durch Kohlenmonoxid-Vergiftung - 15 Verletzte

Tragödie in Eving

In einem Wohnhaus in Eving ist am Dienstag eine 72-Jährige durch eine Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben. Bei dem Unglück wurden 15 Personen verletzt, sieben von ihnen so schwer, dass sie in die Druckkammer einer Spezialklinik in Düsseldorf gebracht werden mussten.

EVING

von Von Felix Guth, Oliver Koch und Gaby Kolle

, 14.02.2012, 20:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit einem Messgerät suchen diese Feuerwehrmänner nach dem ausströmenden Gas.

Mit einem Messgerät suchen diese Feuerwehrmänner nach dem ausströmenden Gas.

  • 72-Jährige stirbt nach Kohlenmonoxid-Unglück in Eving
  • Das Unglück ereignete sich gegen 16 Uhr in der Preußischen Straße
  • 15 Verletzte, darunter Polizisten und Rettungskräfte
  • Ursache für Kohlenmonoxid-Leck ist unklar
  • Kriminalpolizei hat die Heizung versiegelt

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Tödliches Gas-Unglück in Eving

In einem Wohnhaus in Eving ist am Dienstag eine Frau durch eine Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben. Mehrere weitere Personen wurden verletzt, darunter auch Rettungskräfte.
14.02.2012
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Großaufgebot an Rettungskräften an der Preußischen Straße.© Foto: Oliver Schaper
Kohlenmonoxid ist farb- und geruchlos. Deswegen können die Retter das Haus nur unter schwerem Atemschutz betreten.© Foto: Oliver Schaper
Mit einem Messgerät suchen diese Feuerwehrmänner nach dem ausströmenden Gas.© Foto: Oliver Schaper
Einsatzbesprechung.© Foto: Oliver Schaper
Die Preußische Straße ist gesperrt.© Foto: Oliver Schaper
Das Gas-Leck muss in diesem Mehrfamilienhaus sein.© Foto: Oliver Schaper
Feuerwehrleute im Einsatz.© Foto: Oliver Schaper
Feuerwehrleute im Einsatz. Das Unglücks-Haus konnten sie nur mit Atemschutzmasken betreten.© Foto: Oliver Schaper
Das Gelände rund um das Mehrfamilienhaus wird systematisch nach dem Gasleck abgesucht.© Handyfoto: Schaper
Rettungskräfte erreichen den Einsatzort.© Handyfoto: Schaper
Feuerwehrmänner vor dem Haus.© Handyfoto: Schaper
Die Rettungskräfte müssen sehr vorsichtig vorgehen.© Handyfoto: Schaper

Die Feuerwehr meldet jetzt 15 Verletzte, davon fünf Rettungskräfte der Feuerwehr, zwei Polizeibeamte und acht Hausbewohner. Zwei Hausbewohner wurden in einer Notunterkunft des Sozialamtes untergebracht, weil sie nicht in ihre Wohnung zurückkonnten. Die Polizei hat den betroffenen Teil des Gebäudes versiegelt und forscht weiter nach der Ursache für das Leck.

Bei der Toten handelt es sich nach Angaben der Feuerwehr mit hoher Wahrscheinlichkeit um die 72-jährige Bewohnerin einer Wohnung im zweiten Obergeschoss.  Die Kriminalpolizei hat die Wohnung und die Heizung in dem Haus versiegelt. 

Das Unglückshaus ist weiterhin gesperrt. Feuerwehr und Energieversorger DEW wollen in Kürze in dem Haus nach der Ursache des Kohlenmonoxid-Austritts suchen. Auch die Kriminalpolizei ist vor Ort eingetroffen. Die Feuerwehr hat inzwischen eine 13. verletzte Person gemeldet.

Unser Reporter berichtet, dass es in Eving zwei weitere verletzte Anwohner gegeben hat. Beide klagten nach dem Aufenthalt im Unglückshaus über Übelkeit. Fünf der Verletzten müssen nach Angaben der Feuerwehr in eine Spezialklinik nach Düsseldorf verlegt werden. Dort steht eine Druckkammer bereit. 

Die Anwohner können inzwischen wieder in zwei der drei geräumten Häuser zurück. Allerdings funktioniert dort die Heizung nicht. Anwohner berichten, dass in dem Unglücks-Haus in den vergangenen Wochen die Heizung ausgefallen ist, zuletzt heute Morgen.

Nach Informationen unseres Reporters kann das Mehrfamilienhaus von den Rettungskräften inzwischen ohne Atemschutzgeräte betreten werden. Nach der Ursache des Kohlenmonoxid-Austritts werde weiterhin gesucht. Nach Informationen unserer Redaktion werden mindestens zwei Verletzte aus Eving in ein Spezialkrankenhaus nach Düsseldorf verlegt. 

Die Ursache der hohen Kohlenmonoxid-Konzentration ist weiterhin unklar. "Wir suchen nach dem Gasleck", so Feuerwehrsprecher Boris Thiemrodt. Die Retter können das dreigeschossige Haus derzeit nur mit Atemschutzgeräten und Messinstrumenten betreten.  Fachkräfte der DEW sind vor Ort, aktuell wird das weitere Vorgehen besprochen. 

Zunächst hatte es sich um einen Rettungsdiensteinsatz gehandelt, bei dem die tote Frau gefunden wurde. Die Retter riefen dann die Feuerwehr, die wenig später die hohe Kohlenmonoxid-Konzentration feststellte. Nach ersten Informationen wurden drei Angehörige, fünf Rettungskräfte und zwei Polizisten mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus gebracht. 

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