8000 Hip-Hop-Fans feiern mit Prinz Pi und Yasiin Bey

Eröffnungstag des "Out 4 Fame"

Rund 8000 Hip-Hop-Fans sind am Freitag hüpfend und Hände wiegend in das Festival "Out 4 Fame" im Revierpark Wischlingen gestartet. Kontra K, Prinz Pi und Eko Fresh sorgten für Stimmung. Zwar sagte Headliner Common kurzfristig ab, doch die Veranstalter hatten einen echten Joker im Ärmel: Yasiin Bey alias Mos Def. Der Eröffnungstag in der Foto-Zusammenfassung.

WISCHLINGEN

, 19.08.2017, 14:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
8000 Hip-Hop-Fans feiern mit Prinz Pi und Yasiin Bey

Trotz des ungemütlichen Wetters war die Stimmung auf dem Festivalgelände gut.

Mit Schauer und Schock beginnt das Festival. Gegen 17 Uhr verkünden die Veranstalter, dass ihr Hauptact dieses Tages nicht kommen kann. Common ist krank und kann deshalb nicht nach Dortmund kommen. Wohl dem, der einen Joker für solche Fälle hat.

Als die Veranstalter Yaciin Bey als Ersatz verkünden, blickt zunächst mancher Besucher auf dem Gelände noch fragend. Bis ihm aufgeht, dass hinter diesem Namen Mos Def steht, ebenfalls ein prägender Künstler der vergangenen 20 Jahre. Was dann viele sogar noch mehr begeistert als der ursprüngliche Headliner. 

Yaciin Bey hält, was der Name "Mos Def" verspricht

Yaciin Beys Auftritt hält, was der Name verspricht. Gut gelaunt gibt’s neues Material und sogar ein paar ältere Über-Hits. Allerdings aus technischen Gründen mit einer guten halben Stunde Verspätung, wodurch sich die Reihen von der Bühne etwas lichten.

Die Wiesen des Revierparks sind zu diesem Zeitpunkt eine Matschlandschaft mit gefährlichen Untiefen. Da muss man durch und zwar jedes Mal, wenn man zwischen den beiden Bühnen (Queenz und Bronx Stage) hin und her pendeln möchte. Am Strand steht eine Dancehall-Bühne zum „Verschnaufen“. Es ist das richtige Rezept gegen Regenwetter.

Eko Fresh und Prinz Pi streuen Pop in den Hip-Hop

Viele Arten, den Sprechgesang zur Geltung zu bringen, finden hier zusammen. Wütend und mit Autotune wie bei Nimo, maskulin und musikalisch wie bei bei Dillon Cooper oder Kontra K. Oder mit einer mehr (Eko Fresh) oder weniger (Prinz Pi) gut dosierten Prise Pop. 

Die Überraschung des ersten Tages heißt Pagey Cakey, kommt aus London und bietet ganz starke 30 Minuten auf der kleinen Bühne in der Eislaufhalle. Diese Bühne hat den einzigen Haken, dass die hallende Akustik manchem Rapper den den Auftritt versaut.

Anwohnerbeschwerden und zugeparkte Straßen

Neben einem undurchschaubaren Pfandsystem einer von wenigen Kritikpunkten bei der „Out 4 Fame“-Premiere in Dortmund. Einige Anwohner des Revierparks beklagten am Donnerstag und Freitag zugeparkte Straße und rücksichtsloses Verhalten einiger Besucher. 

Das Festival läuft noch Samstag (19. 8.) und Sonntag (20. 8.), unter anderem mit Busta Rhymes, Kool Savas, Azad, Arrested Development, 187 Strassenbande oder Too Strong.

 

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