82.000 Besucher - Abschlusskonzert mit "Wanda" an diesem Samstag

Bilanz der Ruhrfestspiele 2017

Die Ruhrfestspiele haben noch nie so viel Karten während des Festivals verkauft wie in diesem Jahr. Dieses Phänomen trug entscheidend zum wirtschaftlichen Erfolg bei. Der Ticketverkauf brachte 2017 rund 100.000 Euro mehr als im Vorjahr ein. Das sagte Intendant Frank Hoffmann bei der Abschluss-Pressekonferenz des Großereignisses, das am Sonntagabend (18.6.2017) endet.

RECKLINGHAUSEN

, 16.06.2017, 17:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
82.000 Besucher - Abschlusskonzert mit "Wanda" an diesem Samstag

Frank Hoffmann, Intendant der Ruhrfestspiele, zeigte sich sehr zufrieden mit der Saison 2017.

"Wir sind eigentlich ein Vorverkaufsfestival", erläuterte ein selbst erstaunter Frank Hoffmann. 14784 Tickets waren aber spontan noch im Mai und Juni über den Tresen gegangen. Diesen Ansturm führte die neue Geschäftsführerein und Verwaltungsdirektorin Genia Nölle auf Mundpropaganda und die positiven Presseberichte zurück. Insgesamt kamen bisher 82.668 Gäste, was für eine hervorragende Auslastung von 83,9 Prozent sorgte.

Das Abschlusskonzert mit der Band "Wanda" findet an diesem Samstag (17.6.) um 20 Uhr open air im Stadtgarten vor dem Festspielhaus statt. Karten gibt es noch an der Abendkasse.

Etat beträgt knapp sieben Millionen Euro

Die Ruhrfestspiele haben einen Etat von knapp sieben Millionen Euro. Darin stecken Gelder von der Stadt Recklinghausen, vom Deutschen Gewerkschaftsbund, dem Land NRW, dem Bund sowie vom Hauptsponsor Evonik und weiteren Unterstützern.

Fast 50 Prozent der Kosten erwirtschaftet das Festival selbst, Sponsorengelder eingerechnet. "Das ist einzigartig. Das macht uns im Ruhrgebiet so schnell keiner nach", sagte der 63-jährige Hoffmann.

Künstlerische Höhepunkte aus Wien und Leipzig

Künstlerisch zog er ebenfalls eine sehr gute Bilanz. Auf das Motto "Kopfüber Weltunter" sei er oft angesprochen worden: "Wir waren so politisch wie lange nicht mehr." Terrorangst und Gewalt waren Themen eines vielfältigen Programms. Drei Höhepunkte: Euphorisch gefeiert wurde die Eröffnungsinszenierung "Der Sandmann" von Robert Wilson. Total ausverkauft war "Geächtet" als Gastspiel der Wiener Burg. 100 Künstler aus Leipzig standen bei der Produktion "Die Maßnahme/Die Perser" auf der Bühne.

Eine Saison liegt jetzt noch vor Hoffmann, der die Festspiele auf eigenen Wunsch im Sommer 2018 verlässt. Er werde wieder als Regisseur arbeiten und sei schließlich nach wie vor Leiter des Théâtre National du Luxembourg: "Ich habe ja eigentlich zwei Fulltime-Jobs - dann habe ich nur noch einen."