Abriss nicht besiegelt

Windradmast im Norden

Als XXL-Windrad geplant, als Mobilfunkmast gelandet? Das Schicksal des stählernen Torsos an der Grenze zu Castrop-Rauxel ist auch nach dem erfolgreichen Marsch des Klägers Heinrich Breuckmann durch die gerichtlichen Instanzen noch nicht besiegelt.

GERTHE

von Von Michael Fritsch und Thomas Aschwer

, 09.03.2011, 17:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Abriss nicht besiegelt

Ursprünglich sollte hier ein XXL-Windrad entstehen. Was jetzt aus dem Mast wird, steht noch nicht fest.

„Wir befinden uns in Abstimmung über den Abbau“, ergänzt Eckart Pohlmann von der Stadtverwaltung. Er weist zudem darauf hin, dass das Umweltamt Hagen, das einst die Baugenehmigung erteilte, jetzt auch die Abrissgenehmigung erlassen müsse. Als endgültig besiegelt sieht er den Abriss nicht. „Von allen Seiten“ gebe es Überlegungen, wie die Kosten für den Rückbau möglichst gering gehalten werden könnten. Dazu gehört offensichtlich auch eine andere Nutzung. „Wenn sich jemand meldet, werden wir uns mit ihm unterhalten“, sagt Eckart Pohlmann.

Eine Lösung, die Kläger Heinrich Breuckmann strikt ablehnt. „Das ganze Ding muss weg. Es verschandelt doch die Landschaft“, sagte er gegenüber unserer Zeitung. „Außerdem stehen schon genug Funkmasten in der Gegend herum“, fügte er hinzu. Als erfolgreicher Kläger besteht Breuckmann statt dessen auf der vollständigen Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes, also den Totalrückbau. Im Klartext bedeutet dies: Nicht nur der Mast muss wieder verschwinden, sondern auch das komplette Fundament, was eine enorme Kostenmehrbelastung bedeutet. Allerdings geht auch er davon aus, dass der rotorlose Masten künftig als Mobilfunkmast dient. Für die Windrad-Betreibergesellschaft Godewind sind die Planspiele derzeit kein Thema. Man könne aber den Mast an die Stadt übergeben, sagte deren Sprecher Heiner Bünger.