Abrissbagger fressen sich durch das Opelwerk

Bochumer Werksgelände

Zwei der größten Abrissbagger Europas fressen sich derzeit durch das ehemalige Opel-Werk in Bochum. Schrott türmt sich auf. Mit Wehmut schauen Bochumer Bürger und auch ehemalige Opelaner auf den Stahlkoloss, der aus der Gegenwart unausweichlich Vergangenheit macht.

BOCHUM

, 01.04.2015, 18:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Abrissbagger fressen sich durch das Opelwerk

Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiter Parkplatz türmt sich der Schrott - trotz täglicher Abfuhr.

Täglich wird Schrott vom ehemaligen Parkplatz des Opel-Werkes abgeholt. Trotzdem türmen sich dort die Trümmer. Zwischen den Trümmern wirken die dort beschäftigen Arbeiter wie Spielfiguren. Immer wieder halten Autos an, die Fahrer steigen aus, schauen sich an, wie das Werk verschwindet. Manchmal müssen die Mitarbeiter des Werkschutzes einen dezenten Hinweis darauf geben, dass der Seitenstreifen eine Rechtsabbigerspur ist – und eben kein Parkstreifen. Manchmal rückt auch die Polizei an, um die Behinderungen im Verkehr aufzulösen.

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Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet voran

Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Mit gemischten Gefühlen hat unser Reporter Dominik Möller einen Spaziergang über das ehemalige Werk gemacht - gemeinsam mit dem ehemaligen Betriebsratsvorsitzenden Rainer Einenkel.
01.04.2015
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Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiter Parkplatz türmt sich der Schrott - trotz täglicher Abfuhr.© Foto: Dominik Möller
Rainer Einenkel war seit 2004 Betriebsratchef im Bochumer Opel-Werk. Jetzt ist er aus dem Unternehmen ausgeschieden und in die Transfergesellschaft für ehemalige Opelaner des TÜV Nord gewechselt. Insgesamt hat Einenkel 42 Jahre im Bochumer Opel-Werk gearbeitet.© Foto: Dominik Möller
Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiter Parkplatz türmt sich der Schrott - trotz täglicher Abfuhr.© Foto: Dominik Möller
Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiter Parkplatz türmt sich der Schrott - trotz täglicher Abfuhr.© Foto: Dominik Möller
Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiter Parkplatz türmt sich der Schrott - trotz täglicher Abfuhr.© Foto: Dominik Möller
Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiter Parkplatz türmt sich der Schrott - trotz täglicher Abfuhr.© Foto: Dominik Möller
Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiter Parkplatz türmt sich der Schrott - trotz täglicher Abfuhr.© Foto: Dominik Möller
Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiter Parkplatz türmt sich der Schrott - trotz täglicher Abfuhr.© Foto: Dominik Möller
Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiter Parkplatz türmt sich der Schrott - trotz täglicher Abfuhr.© Foto: Dominik Möller
Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiter Parkplatz türmt sich der Schrott - trotz täglicher Abfuhr.© Foto: Dominik Möller
Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiter Parkplatz türmt sich der Schrott - trotz täglicher Abfuhr.© Foto: Dominik Möller
Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiter Parkplatz türmt sich der Schrott - trotz täglicher Abfuhr.© Foto: Dominik Möller
Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiter Parkplatz türmt sich der Schrott - trotz täglicher Abfuhr.© Foto: Dominik Möller
Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiter Parkplatz türmt sich der Schrott - trotz täglicher Abfuhr.© Foto: Dominik Möller
Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiter Parkplatz türmt sich der Schrott - trotz täglicher Abfuhr.© Foto: Dominik Möller
Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiter Parkplatz türmt sich der Schrott - trotz täglicher Abfuhr.© Foto: Dominik Möller
Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiter Parkplatz türmt sich der Schrott - trotz täglicher Abfuhr.© Foto: Dominik Möller
Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiter Parkplatz türmt sich der Schrott - trotz täglicher Abfuhr.© Foto: Dominik Möller
Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiter Parkplatz türmt sich der Schrott - trotz täglicher Abfuhr.© Foto: Dominik Möller
Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiter Parkplatz türmt sich der Schrott - trotz täglicher Abfuhr.© Foto: Dominik Möller
Der Abriss des Bochumer Opelwerks schreitet weiter voran. Ungefähr zur Hälfte haben sich die Abrissbagger bislang durch die ehemalige Lackiererei gefressen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiter Parkplatz türmt sich der Schrott - trotz täglicher Abfuhr.© Foto: Dominik Möller
Schlagworte Bochum

„Opel ist da und bleibt da", sagt Rainer Einenkel, ehemaliger Betriebsratsvorsitzender. Seit dem 1. April ist er in die Transfergesellschaft des TÜV Nord gewechselt. "Mit einem Jobwechsel hat man sich nicht beschäftigt, wenn man sich nicht unbedingt verändern wollte“, sagte Rainer Einenkel. Zu der Region gehöre dieses Werk, das jetzt dem Erdboden gleich gemacht wird. Bei Opel in Bochum gab es keine betriebsbedingten Kündigungen, so Einenkel. Die Arbeitsplätze, die abgebaut wurden, wurden, wie es heißt, „sozialverträglich abgebaut“. 

Paketzentrum geplant

Anfang März, zwei Monate nach der Schließung des Werkes, hatten die Abrissarbeiten begonnen. Außerdem sollen die Hallen planmäßig leergeräumt, Maschinen abtransportiert und intern weiterverwendet oder verkauft, sagt ein Opel-Sprecher. Auf dem Gelände ist unter anderem ein Paketzentrum geplant. Das zentrale Ersatzteillager des Opel-Konzerns bleibt am Standort.

Mit dpa

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