Abschied von der Pfarrerin mit dem Augenzwinkern

Georgskirchengemeinde

Sie hat nie ein Blatt vor dem Mund genommen, doch übel genommen hat ihr das selten jemand: Die Aplerbecker schätzen ihre Pfarrerin. Jetzt, nach fast 30 Jahren, nimmt Nicole Plath ihren Abschied von der Gemeinde. Im Audio erzählt sie von ihrer Zeit als Pfarrerin.

APLERBECK

, 14.08.2015, 01:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Pfarrerin Nicole Plath wechselt in den Ruhestand

Pfarrerin Nicole Plath wechselt in den Ruhestand

"Ich bin zutiefst überzeugt, dass Jesus Humor hatte. Das ist mir fast wichtiger als dass er heilig war", sagt Nicole Plath. Es sind solche Sätze, vorgetragen mit einem Augenzwinkern, die die Pfarrerin in der Gemeinde beliebt gemacht haben. So gestaltete sie ihre Gottesdienste: Mit viel Humor, leicht zu verstehen. Direkt eben.

So soll auch ihr Abschiedsgottesdienst am Sonntag, 16. August, in der Großen Kirche in Aplerbeck sein: Eine Feier für Groß und Klein. Jeder soll ihr folgen können. Kinder wie Erwachsene. "Das Liturgische lag mir nicht so", sagt sie.

Offenes Ohr für jeden

Die Arbeit in der Gemeinde lag ihr schon. Sie liebt die Menschen, hat viel Seelsorge gemacht, für jeden ein offenes Ohr gehabt. Von der Gemeindearbeit nimmt sie nun ihren Abschied - übrigens genau an ihrem 60. Geburtstag. Doch für die Menschen will sie weiter da sein. Im Ehrenamt. So hat sie sich schon immer für das Krisenzentrum Hörde engagiert. Das will sie beibehalten. Auch Flüchtlingen will sie künftig verstärkt helfen.

Auch gehe ihr Blick wieder gen Norden. "Dort werde viel Hilfe benötigt", sagt sie und auch auf einer ihrer früheren Stationen als Pfarrerin hat sie viel mit Obdachlosen und den Menschen rund um den Nordmarkt zusammengearbeitet.

Nicole Plath über ihre Amtszeit

Beibehalten werde sie auch das Kinoprogramm, wie es die Leute bereits in der Aplerbecker Mark kennen. Das will sie auf den Norden erweitern und künftig Filme, die Kinoerlebnis und Spiritualität verknüpfen, auch im Norden zeigen - etwa im Roxy-Kino oder in der Camera.

Langeweile kennt sie nicht. Vielmehr sei sie auf der Suche nach einer gesunden Mischung von Spaß und Ernst. Sie wolle keiner dieser "bräsigen Senioren" werden, die ausschließlich das Vergnügen suchten.

  • Der Gottesdienst unter dem Thema Groß und Klein beginnt am Sonntag, 16. August, in der Großen Kirche in Aplerbeck, Märtmannstraße 34.
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