Abwasser kostet Geld

02.05.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Selmer Kläranlage vor der Inbetriebnahme im Jahr 1960. Archiv

Die Selmer Kläranlage vor der Inbetriebnahme im Jahr 1960. Archiv

Selm. Manchmal muss man sich einfach überlegen, wie gut man es in unserer heutigen Zeit hat. Während man früher Wasser aus Flüssen oder Brunnen holen musste und dann auch noch schauen musste, ob das kühle Nass auch sauber ist, kann man heute einfach den Wasserhahn aufdrehen. Einfach dran drehen, etwas regulieren und die Temperatur stimmt. Auch das Duschen ist ganz einfach. Und nicht zu vergessen: der Toilettengang dürfte heute auch viel angenehmer sein. Beim Plumpsklo von früher konnte man schließlich nicht einfach den Abzug drücken und das Verdauungsergebnis verschwinden lassen. Doch das Duschen, Händewaschen und natürlich der Toilettengang verunreinigen das Wasser.

Und wo landet das dann eigentlich? Dafür gibt es viele Rohre im Boden, die das schmutzige Wasser, auch genannt Abwasser, in eine Kläranlage befördern. Dort wird das Wasser gereinigt, damit man es wieder verwenden kann. Doch natürlich kostet das Betreiben so einer Anlage Geld. Die riesigen Pumpen und Maschinen verbrauchen etwa Energie. Auch das Bauen und Instandhalten des Kanalnetzes kostet Geld. Die Menschen, die reparieren und bauen wollen bezahlt werden und auch die Materialien kosten Geld. Das sind unter anderem Gründe dafür, dass Bürger Abwassergebühren an ihre jeweilige Stadt bezahlen müssen. Diese Gebühren können in verschiedenen Städten ganz unterschiedlich ausfallen. Das liegt nicht daran, dass die eine Stadt besseres Wasser hat, sondern dass es an einem Ort zum Beispiel längere Wege bis zur Kläranlage zurücklegen muss und dadurch mehr Pumpenenergie verbraucht.

Wilco Ruhland