ADAC-Präsident will „die Axt anlegen“

Skandal um Automobil-Club

ADAC-Präsident Peter Meyer hat eine grundlegende Reform des Autofahrerclubs angekündigt: „Wir werden die Axt anlegen und uns dabei von externen Beratern begleiten lassen“, sagte Meyer am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Günther Jauch“. Auch über seinen Rücktritt wurde diskutiert.

03.02.2014, 09:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
ADAC-Präsident Peter Meyer. Foto: Jan-Philipp Strobel/Archiv

ADAC-Präsident Peter Meyer. Foto: Jan-Philipp Strobel/Archiv

Finanzielle Anreize beim Batterieverkauf durch Pannenhelfer verteidigte Meyer zunächst - Anreize seien in der Wirtschaft eine übliche Praxis. Später sagte er aber: „Auf so ein Provisionssystem kann man komplett verzichten.“ Einen Rücktritt als ADAC-Präsident schloss Meyer aus. Der Verein liege am Boden. Aber er sehe seine Aufgabe darin, die Dinge nach dem Skandal wieder ins Reine zu bringen. Der Autoclub ist seit Wochen in den Schlagzeilen, seitdem bekannt wurde, dass die Zahlen einer Leserwahl der Mitgliederzeitschrift zum "Lieblingsauto der Deutschen" gefälscht waren. Zuletzt wurde der Verein auch wegen des Verkaufs von Batterien an liegengebliebene Autofahrer kritisiert.