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Adrian Turcu ist "der Salzkönig von Deutschland"

Streumittel-Notstand

LOH Die einen schaufeln Schnee - und Adrian Turcu Geld. Der Pächter der Westfalen-Tankstelle an der Benninghofer Straße im Stadtteil Loh nutzt den Streumittel-Notstand im Winter für ein ganz dickes Geschäft.

von Von Peter Bandermann

, 15.01.2010 / Lesedauer: 2 min
Adrian Turcu ist "der Salzkönig von Deutschland"

Adrian Turcu im Winter 2009 / 2010: Laufend ordert er Salz aus Rumänien.

Kofferräume, Kleintransporter und 7,5-Tonner schlucken die Salzsäcke im Minutentakt, während ein Gabelstapler Nachschub bereitstellt. Eiskalt, sagt der Tankwart, habe er am Samstag die Polizei abblitzen lassen. Anwohner hatten sich über den Lärm einer Salzparty beschwert. Den Einsatzkräften gegenüber habe er sehr böse werden müssen, um sie wieder los zu werden. Die Polizei reagierte mit mehreren Anzeigen, u. a. wegen Beleidigung. Ärger habe er nicht nur mit der Polizei. Neider würden seine Geschäfte argwöhnisch beobachten, nachts müsse er das Gelände absichern. Als Turcus Rechtsanwalt hereingeschneit kam, erkundigte sich der Salzverkäufer bei dem Juristen deshalb nach einem Waffenschein.

Wer den haben will? Er selbst, „der Salzkönig von Deutschland“, wie er sich nennt. Marlboro rauchend residiert er in einem eine Woche alten Wohnmobil, dessen Dach bereits undicht ist, wechselt minutiös die Telefone, deren Akkus piepsend nach Strom gieren, und hat die Übersicht verloren. Zwei Fragen noch, Herr Turcu: „Woher kommt das Salz? Und wieviel Geld haben Sie schon gemacht?“ – Da sprach der König: „Das Salz kommt aus der Erde. Und das Geld zähle ich später.“   

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