"Ältere bei Schweinegrippe im Vorteil"

Krankenhaus-Chefarzt Wunderlich

KURL Darüber, wie sich das Elisabeth-Krankenhaus auf eine Schweinegrippe-Epidemie vorbereitet, sprachen wir mit dem Chefarzt Dr. Johannes Wunderlich. Er ist Geriatrie-Experte – und erklärt, welchen Vorteil alte Menschen im Kampf gegen H1N1 haben.

von Von Alexandra Heimken

, 31.07.2009, 15:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dr. Johannes Wunderlich spricht sich für Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht aus.

Dr. Johannes Wunderlich spricht sich für Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht aus.

: Natürlich, wir sind gut gerüstet. In der Notaufnahme haben wir einen Extra-Raum für solche Fälle eingerichtet. Dort wird dann entschieden, ob ein Patient aufgenommen wird oder ob er nach Hause darf. In diesem Fall unterrichten wir ihn natürlich über die wichtigen Hygieneregeln.

: Erstaunlich ist, dass das H1N1-Virus in Deutschland die Älteren verschont. Es sind eher Jüngere betroffen. Wir vermuten, dass alte Menschen über eine Grundimmunität verfügen, weil sie im Laufe ihres Lebens mehrere Grippeerkrankungen durchgestanden haben.

: Gemessen an den allgemeinen Influenza-Erkrankungen ist die Zahl der Schweinegrippen-Infizierten verschwindend gering. H1N1 weist zwar eine zunehmende Aggressivität auf, aber die Sterblichkeit ist geringer. Ich halte die normale Grippeschutzimpfung für ältere Menschen daher für wichtiger. Bei der Schweinegrippe scheinen momentan die normalen Hygienemaßnahmen auszureichen. 

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