Ärger um Baupläne an der Aplerbecker Straße

Politiker fordern Infos zum Bebauungsplan Ap 164

Über die Grünfläche zwischen der Weiße-Ewald-Straße und der Aplerbecker Straße scheiden sich die Geister. Und die Gerüchteküche brodelt. Gebaut werden soll hier, munkelt man.

APLERBECK

von Von Jörg Bauerfeld

, 21.09.2011, 18:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Es kann eigentlich nicht sein, was dort passiert“, so Henning Müller-Späth (Bürgerliste). „Die Bürger haben ein Recht darauf, zu erfahren, was vor ihrer Haustür vor sich geht.“ Der Politiker forderte eine Informationsveranstaltung seitens der Stadt. Schon ein Blick auf den Flächennutzungsplan für das strittige Gebiet sorgt für Irritationen. Denn die fragliche Fläche ist klar zu großen Teilen als Grünfläche ausgewiesen. Demnach wäre eine Bebauung lediglich entlang der Aplerbecker Straße und in Teilbereichen am Heimstättenweg möglich. Der gesamte innere Bereich der besagten Fläche ist demnach nicht für eine Bebauung ausgewiesen. Auch über die Besitzrechte scheiden sich die Geister.

Was gehört ThyssenKrupp, was der Stadt und was womöglich noch dem Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL)? Dass an der Aplerbecker Straße Wohnbebauung entsteht, „das werden wir wohl nicht verhindern können“, so Müller-Späth. Auch mit einer Erweiterung der Caritas können die Politiker gut leben. „Aber die innenliegende Fläche soll, so wie im Flächennutzungsplan beschrieben, als Grünfläche erhalten bleiben.“ Auch den Gerüchten, dass zwischen der Weiße-Ewald-Straße und der Aplerbecker Straße Einzelhandel angesiedelt werden soll, würden die Mitglieder des Vorstadtparlamentes gerne einen Riegel vorschieben. „Dadurch, dass an der Schürbankstraße, nur wenige Meter entfernt, ein neuer Discounter entsteht, sehen wir keine Veranlassung, hier weiteren Einzelhandel anzusiedeln“, so Claudia Schare (SPD).

Das würde zu einer weiteren Zerfaserung von Ortsteilzentren führen. Es sei wichtig, ein Signal zu setzen, dass das in Aplerbeck niemand will. Zudem wollen die BV-Mitglieder geklärt haben, ob im Fall des Ap 164 der Bebauungsplan mit dem Flächennutzungsplan kollidiert. Um Licht ins Dunkel zu bringen, soll in der November-Sitzung der Bezirksvertretung ein Mitglied der Verwaltung den Fraktionsmitgliedern Rede und Antwort stehen.