Ärger um die Erstkommunion

12.09.2018, 19:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ärger um die Erstkommunion

Stellten das neue Konzept für die Erstkommunion im Pastoralen Raum Lünen vor: Stephan Wilhelm, Roswitha Mohrmann, Rita Siwek, Pfarrer Dr. Thomas Roddey, Jutta Evermann und Pastor Christian Kluczynski. rottgardt © Beate Rottgardt

Eigentlich sollte die Erstkommunion für Kinder ein schöner Tag sein, an den sie sich gerne erinnern. Im Mittelpunkt steht für die Kirche dabei, dass die Kommunion ein Sakrament ist, übersetzt also ein Heiliges Zeichen.

In den vergangenen Jahren gab es Erstkommunion-Feiern, in denen Angehörige der Kinder, die nicht oft in die Kirche gehen, ihre Handys heraus holten und auch sonst nicht wussten, wie sie sich bei einem Gottesdienst benehmen sollten. Deshalb überlegten die Pfarrer und die Gemeindereferenten der katholischen Gemeinden südlich der Lippe, dass sich etwas ändern muss.
Ein Vorschlag, den das Erzbistum Paderborn, zu dem die Gemeinden gehören, gemacht hat, ist eine Zweiteilung der Erstkommunion. Beim ersten Teil können größere Gruppen von Kindern und Angehörigen dabei sein. Hier geht es um die Tauferinnerung. Die eigentliche Erstkommunion soll dann in normalen Sonntagsgottesdiensten stattfinden – in kleineren Gruppen von bis zu zehn Kindern.

Diese Zweiteilung finden manche Eltern nicht gut. Einige von ihnen wollen deshalb ihre Kinder in anderen Gemeinden zur Erstkommunion anmelden, die keine Zweiteilung bei der Feier haben.

Beate Rottgardt