Ärger um Rodungsaktion an der Siedlung Erdbeerfeld

Zwölf Bäume zu viel gefällt

Ärger bei den Anwohnern der Siedlung Erdbeerfeld: Das kleine Wäldchen, das als Sichtschutz für ihre Häuser zur Mengeder Straße und zu einem geplanten Mietshaus diente, ist ohne Ankündigung gerodet worden. Die Stadtverwaltung räumt den Fehler ein - und hat bereits einen Lösungsvorschlag.

MENGEDE

, 27.07.2016, 15:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ärger um Rodungsaktion an der Siedlung Erdbeerfeld

Christian und Maren Dürich blickten noch vor einer Woche von ihrem Balkon auf ein kleine, grüne Idylle. Mittlerweile ist aus dem Wäldchen eine braune Staubwüste geworden.

Ein "Abholzmassaker" nennt Christian Dürich (34) die Aktion. Er hatte das Grundstück zusammen mit seiner Frau gekauft, weil das Liegenschaftsamt ihm versprochen hatte, die Bäume würden als Sichtschutz stehen. Das war ihm wichtig, denn hinter den Bäumen wird ein dreistöckiges Mietshaus geplant - das wird kein besonders toller Anblick.

"Ich fühle mich betrogen", sagt Dürich nach der Rodung. Doch er kann auf eine Lösung seitens der Stadt Dortmund hoffen. Denn jetzt, nach Aufdeckung des Fehlers, wird in der Verwaltung überlegt, wie man den Siedlern helfen kann.

Stadt sucht das Gespräch

Die Stadtverwaltung räumt den Fehler ein: Gemacht habe ihn das Subunternehmen gemacht, das den Bauplatz für das Mietshaus vorbereiten sollte. Das hatte mit schwerem Gerät einfach alle Pflanzen gerodet. 

Wie Stadtsprecher Michael Meinders am Mittwoch mitteilte, hat die Stadtverwaltung am Nachmittag das Gespräch mit der Firma gesucht und nun gibt es eine gute Nachricht für die Anwohner der gerodeten Fläche: Noch in diesem Herbst sollen Bäume entlang der Grundstücksgrenze gepflanzt werden, um den Sichtschutz so schnell wie möglich wiederherzustellen. 

Hier wurden die Bäume gefällt:

Schlagworte: